Arbeitslosigkeit in Oberösterreich: Frauen und Ältere trifft der Anstieg
Schulungsmaßnahmen explizit für Frauen müssen erweitert werden
SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller
Die heute veröffentlichten AMS-Daten für Oktober zeigen: Der gesamte Anstieg der Arbeitslosigkeit in Oberösterreich geht wie im Vormonat quasi nur auf Frauen zurück. Zugleich sind weniger Menschen in Schulungen. „Im Durchschnitt wirkt der Arbeitsmarkt stabil. Für Frauen und für Ältere gilt das nicht“, so SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller.
Arbeitslosigkeit steigt nur bei Frauen
Insgesamt sind um 790 Personen mehr arbeitslos als vor einem Jahr. Bei den Frauen beträgt der Anstieg 1.003 (+6 Prozent), bei den Männern ist es damit sogar ein Minus. Auch die Älteren sind stark betroffen. Bei den über 60-Jährigen liegt die Arbeitslosigkeit um 15,3 Prozent höher, und die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen ist um 1.399 auf 11.376 gestiegen. „Frauen sollen länger im Erwerbsleben bleiben. Verschärft wird ihre Situation aber durch unzureichend Möglichkeiten Schulungen finanziert zu bekommen und weniger offenen Stellen“, so Schaller.
Wenig offene Stellen, wo sie gebraucht werden
Im Gesundheits- und Sozialbereich, in dem überwiegend Frauen arbeiten, gibt es um fast ein Fünftel weniger offene Stellen (-19,3 Prozent), obwohl dort mehr Menschen arbeitslos sind (+6,2 Prozent). „Ein Arbeitsmarkt, der Frauen immer weniger Angebote macht, hat ein Problem. Die zukünftige Wirtschaftslandesrätin Frauscher wird gefordert sein zu analysieren, wo auch im Landesdienst in diesen Bereichen Potenzial vorhanden wäre“, betont Schaller.
Weniger Schulungen als im Vorjahr
Die Zahl der Frauen in Schulungen wächst nur um 0,7 Prozent, ihre Arbeitslosigkeit aber um 6 Prozent. „Ich kann meine Forderung nur wiederholen: Angebote für Frauen müssen erhalten bleiben, wenn nötig mit Geld des Landes im Rahmen von upperWork. Ich hoffe der designierten Landesrätin Frauscher ist das ein größeres Anliegen. Sie muss dafür sorgen, dass die Situation nicht noch mehr kippt“, so Schaller mit Blick auf die befürchteten Kürzungen bei AMS-finanzierten Projekten.