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Lange MR-Wartezeiten in Oberösterreich, weil neue Kasseninstitute verhindert werden

8. Oktober 2026

Lange MR-Wartezeiten in Oberösterreich, weil neue Kasseninstitute verhindert werden

Man braucht sich nicht zu wundern, warum die Wartezeiten so lang sind

SPÖ-Gesundheitssprecher Binder

Die aktuelle Erhebung im Auftrag der Sozialversicherungsträger zeigt, dass Oberösterreich bei den MRT-Wartezeiten in die falsche Richtung läuft. Österreichweit sank die durchschnittliche Wartezeit von 28 auf 20 Tage. In Oberösterreich stieg sie von 25 auf 30 Tage. Damit ist das Vertragsziel von 20 Tagen nicht erfüllt! Dabei gäbe es einen naheliegenden Hebel. Es gibt Ärzt:innen, die bereit wären, als Kassenärzt:innen zusätzliche MR-Kapazitäten für Kassenpatient:innen zu schaffen. Sie bekommen aber keinen Kassenvertrag. „Während andere Bundesländer die Wartezeiten senken, werden die Menschen in Oberösterreich länger vertröstet. Wer so lange auf einen Termin warten muss, bekommt die Diagnose später und somit die Behandlung später. Das darf nicht sein. Es schadet der Gesundheit der Oberösterreicher:innen. Wenn dann noch eine Operation notwendig wird, verzögert sich die Wartezeit damit nochmal mehr“, warnt Binder.

Kein Kassenvertrag für Schärdinger und Freistädter MR-Institute

Wie sich das Problem hausgemacht verschärft, zeigt für die SPÖ ein Fall aus dem Bezirk Schärding. Dort hat ein Arzt um einen Kassenvertrag für sein MR-Institut angefragt. Das Ansuchen wurde nicht berücksichtigt. „Hier gibt es einen Arzt, der bereit ist, zusätzliche Kapazitäten für Kassenpatientinnen und -patienten zu schaffen, und er wird abgewiesen. Wie auch in Freistadt werden bestehende Möglichkeiten von der Wirtschaftsbund-Vertreterin in der ÖGK schlichtweg ignoriert, stattdessen auf teuer angeschaffte Geräte in den Krankenhäusern gewartet. Gleichzeitig beklagt man lange Wartezeiten. Das passt nicht zusammen“, so Binder. Aus Sicht der SPÖ ergibt sich daraus auch eine klare Verantwortung für Gesundheitslandesrätin Haberlander: „Wie sie selbst immer fordert, soll nicht nur auf teure Infrastruktur in den Krankenhäusern gesetzt werden. Sie sollte auf die ihr politisch ohnedies näherstehende ÖGK-Obfrau im Land einwirken, das vorhandene Angebot der niedergelassenen Institute besser zu nutzen. Das ist für die Patientinnen und Patienten gut und kommt den Steuerzahlerinnen und Steuerzahler weniger teuer.“

Wer zahlen kann, kommt schneller dran

Für Binder zeigt sich auch eine soziale Schieflage: „Wer privat zahlt, bekommt im Schnitt in fünf Tagen einen Termin. Wer nur die E-Card hat, wartet in Oberösterreich 30 Tage. Das ist eine Zwei-Klassen-Medizin, die wir nicht akzeptieren. Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels sein.“ Das bestätigt einmal mehr, dass Anlaufstellen für eine private MRT für die Mehrheit Abhilfe schaffen könnten. „Es ehrt die Ärzt:innen, die das erkennen und selbstständig helfen wollen und es ist unverständlich, warum die Sozialversicherung in Oberösterreich das nicht unterstütz!“, so Binder abschließend.

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