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Info-Kampagne ist guter erster Schritt, jetzt Trinkwasserstrategie anpassen

5. Oktober 2026

Info-Kampagne ist guter erster Schritt, jetzt Trinkwasserstrategie anpassen

Nach dem Dürresommer 2026 gehört die Strategie aus 2005 auf den Prüfstand

SPÖ-Naturschutzsprecher Antlinger

Die von Landesrat Kaineder heute präsentierte Info-Kampagne zum Wassersparen ist eine von der SPÖ geforderte Reaktion auf ihre Anfrage und damit ein erster Erfolg. Noch in der Anfragebeantwortung vor zwei Wochen hielt Kaineder an der 20 Jahre alten Landesstrategie „Zukunft Trinkwasser“ fest. Jetzt braucht es den nächsten Schritt. Die SPÖ hat dazu letzte Woche einen Antrag im Landtag eingebracht. „Die Kampagne ist ein guter erster Schritt. Aber jetzt ist es Zeit, die Trinkwasserstrategie anzupassen. Kaineder muss den Prozess einleiten!“, so SPÖ-Naturschutzsprecher Thomas Antlinger.

Was die Anfragebeantwortung sonst noch offenlegt

Laut Anfragebeantwortung wurden 2026 an 28 Prozent aller Messstellen historische Tiefstände erreicht oder unterschritten. Das betrifft 13 von 53 Grundwassermessstellen und 13 Pegelmessstellen der Oberflächengewässer, mit Abweichungen von bis zu 95 Prozent vom mittleren Niederwasserwert. Besonders betroffen sind Mattig und Schwemmbach im Bezirk Braunau. Mehrere Gemeinden mussten Wassersparverordnungen erlassen, und viele Hausbrunnen sind noch immer trocken. Antlinger sieht auch Defizite bei der Vermittlung: „Um ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft und das Einhalten von Trinkwassersparmaßnahmen zu gewährleisten, braucht es noch viel Vermittlungsarbeit, auch auf Landesebene! Dass Kaineder hier nun aktiv wird, ist richtig und wichtig.“

SPÖ-Antrag: Strategie an die klimatische Realität anpassen

Die SPÖ will nicht warten, bis der nächste Sommer wieder Bäche und Brunnen austrocknen lässt. Mit dem Antrag im Landtag soll die Landesregierung die Trinkwasserstrategie an die Zunahme von Dürreereignissen anpassen und dem Landtag zur Beschlussfassung vorlegen. Gemeinden, Genossenschaften und Verbände bekommen dafür wirksame Werkzeuge in die Hand, und das Land sorgt für ein koordiniertes Vorgehen. „Dieser Sommer war wohl kein Einmalereignis. Beim nächsten Mal kann die Lage noch dramatischer sein, und dann müssen wir vorbereitet sein. Eine Strategie, die Trockenheit nur am Rande erwähnt, reicht dafür nicht mehr“, so Antlinger abschließend.

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