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Ältere Frauen am oberösterreichischen Arbeitsmarkt weiter unter Druck während Schulungen sinken

1. Oktober 2026

Ältere Frauen am oberösterreichischen Arbeitsmarkt weiter unter Druck während Schulungen sinken

Ein Arbeitsmarkt, der fast nur durch Leiharbeit wächst und gleichzeitig bei Qualifizierung spart, ist kein stabiler Arbeitsmarkt

SPÖ-Schaller

Die heute veröffentlichten AMS-Daten zeigen wieder welche Gruppen am Arbeitsmarkt benachteiligt bleiben. Das Plus bei den offenen Stellen kommt fast ausschließlich aus der Leiharbeit, die Zahl der Schulungen sinkt, und immer mehr ältere Frauen finden keinen Weg mehr zurück in den Job. „Stabil ist der Arbeitsmarkt nur im Durchschnitt. Bei den Frauen, bei den Älteren und bei der Qualifizierung läuft die Entwicklung klar in die falsche Richtung“, so SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller.

Stellenplus fast nur durch Leiharbeit

Die Zahl der offenen Stellen ist beständig. Rechnerisch geht der Zuwachs im Vergleich zum letzten Jahr aber fast vollständig auf die Arbeitskräfteüberlassung zurück. Alle anderen Branchen zusammen stagnieren. Im Gesundheits- und Sozialbereich, wo überwiegend Frauen arbeiten, gehen die offenen Stellen sogar um rund ein Fünftel zurück, obwohl die Arbeitslosigkeit dort steigt. „Leiharbeit ist oft unsicher und schlechter bezahlt. Wir und vor allem die Landesregierung muss aufpassen in welchen Bereichen Stellenangebote zurückbleiben“, so Schaller.

Ältere Frauen unter Druck

Der gesamte Anstieg der Arbeitslosigkeit geht fast vollständig auf Frauen zurück, vor allem auf ältere. Bei Frauen ab 60 ist die Langzeitbeschäftigungslosigkeit um mehr als ein Drittel gestiegen. „Frauen sollen länger im Erwerbsleben bleiben, finden aber keine Jobs mehr. Schwarz-Blau darf diese Entwicklung nicht achselzuckend hinnehmen und es ist noch dazu eine Bestätigung dafür, dass die Erhöhung des Pensionsantrittsalters falsch wäre und nicht zur Diskussion steht“, so Schaller.

Weniger Schulungen trotz steigender Langzeitarbeitslosigkeit

Gleichzeitig sinkt die Zahl der Personen in Schulungen auf 10.604, nach 10.850 im Vorjahr. Dabei wäre gerade jetzt Qualifizierung der Schlüssel, um Langzeitarbeitslose und Ältere wieder in Beschäftigung zu bringen. „Wer heute bei Schulungen und Arbeitsmarktprojekten spart, zahlt morgen die Rechnung“, hat Schaller bereits gewarnt und verweist auf die befürchteten Kürzungen bei AMS-finanzierten Projekten, die besonders Frauen treffen. Die SPÖ weist auf den dringenden Erhalt der AMS-Angebote für Frauen hin, wenn nötig mit Mitfinanzierung des Landes im Rahmen von upperWork.

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