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FSME-Rekord in Oberösterreich: SPÖ vermisst Impf-Offensive von Haberlander

22. September 2026

FSME-Rekord in Oberösterreich: SPÖ vermisst Impf-Offensive von Haberlander

Es ist politische Verantwortung aufzuklären und gegenzusteuern, bevor der Impfschutz weiter bröckelt

SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder

Österreichweit wurden heuer bereits 155 FSME-Infektionen registriert – mehr als im gesamten Vorjahr. Trauriger Spitzenreiter ist Oberösterreich mit 65 Fällen, weit vor Tirol (28) und Salzburg (19). Für SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder ist das ein Alarmsignal, auf das die Landespolitik viel zu leise reagiert: „Während in Suben der Notarzthubschrauber endlich abhebt, stürzt Oberösterreich beim Impfrating ab. Mit 65 von 155 Fällen ist unser Bundesland trauriger Spitzenreiter bei FSME – und was macht die zuständige Gesundheitslandesrätin? In den Medien sehe ich viel ÖVP-Eigenwerbung, aber keine breit angelegte Impfaufklärung. Wo bleiben Haberlanders Initiativen für den Herbst, in dem laut Expertinnen und Experten der ideale Zeitpunkt für die Auffrischung wäre?“

Durch FSME-Patient:innen wird die Überlastung in Spitälern noch größer

Binder verweist zudem auf die Belastung der heimischen Spitäler: Der Ärztekammer-Präsident hat wiederholt auf überlastete Ambulanzen hingewiesen – auch durch Zeckenstiche, die bei rechtzeitiger Impfung gar nicht erst zu Spitalsfällen würden. „Man muss sich schon fragen, ob die sinkende Durchimpfungsrate auch damit zu tun hat, dass der impfskeptische Koalitionspartner FPÖ bei diesem Thema bremst. Zumindest eine Erklärung dafür, warum es in Oberösterreich keine sichtbare Impfkampagne gibt, bleibt die Landesregierung schuldig“, so der Gesundheitssprecher.

Studie soll Impflücken in Oberösterreich sichtbar machen

„Wer mitbekommt, dass sich immer weniger Menschen im Umfeld impfen lassen, macht selbst auch schneller mit. Bei so einem Trend ist es umso wichtiger, aktiv aufzuklären. Wir fordern von Gesundheitslandesrätin Haberlander eine Studie, die nicht nur zeigt, bei welchen Impfungen die Rate besonders stark sinkt, sondern wollen auch verstehen, warum Impflücken entstehen. Also ob es an fehlender Information, mangelndem Zugang oder nicht wahrgenommener politischer Verantwortung liegt“, so Binder. Nur mit diesen Antworten kann Oberösterreich gezielt gegensteuern und sich vom Schlusslicht zum Gesundheitsvorsorge-Land Nummer 1 entwickeln. Die SPÖ fordert zudem eine kostenlose, aktiv beworbene FSME-Impfaktion für alle Altersgruppen sowie eine klare Kommunikationsoffensive des Landes noch vor Beginn der nächsten Zeckensaison.

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