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Pflege zu Hause darf nicht zur finanziellen Falle für Frauen werden

8. September 2026

Pflege zu Hause darf nicht zur finanziellen Falle für Frauen werden

Es müssen Taten folgen, um Frauen als pflegende Angehörige zu entlasten

SPÖ-Pflegesprecherin Knauseder

 „Jetzt hat auch Landesrat Dörfel erkannt, dass häusliche Pflege zur Belastung für einige wenige, und zwar vor allem Frauen, wird.  Es braucht nun spürbare Unterstützung flächendeckend und er muss zeigen, wie er das umsetzt, dass jede:r diese Hilfe in Anspruch nehmen kann“ Eine Studie aus 2025 belegt eindringlich, warum so viele Menschen, insbesondere Frauen, in Teilzeit arbeiten. Sie reduzieren ihre Arbeitszeit, weil sie pflegebedürftige Angehörige versorgen müssen. Fast neun von zehn Pflegebedürftigen in Oberösterreich werden daheim betreut, häufig ohne ausreichende Unterstützung von außen. „Der Punkt ist, dass nur 30 Prozent in der, vom Landesrat genannten, Umfrage neben ihrer Pflegetätigkeit arbeiten können. Wer die Arbeitszeit reduziert oder ganz aus dem Beruf aussteigt, zahlt das später mit einer niedrigeren Pension. Um zu verhindern, dass Angehörige ungewollt aus dem Beruf gedrängt werden, braucht es genau hierfür zielgerichtete Begleitmaßnahmen und verbindliche Kriterien für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Es darf nicht sein, dass die Hauptlast der Pflege weiterhin fast restlos auf den Schultern der Frauen abgeladen wird. Häusliche Pflege darf nicht in die finanzielle Abhängigkeit führen“, betont Knauseder.

Kurzzeitpflege kann die Lösung sein, aber nur wenn sie schnell ausgebaut wird

Beim Angebot der Kurzzeitpflege lässt Landesrat Dörfel nach wie vor offen, wie dieses genau weiter ausgebaut und organisiert werden soll. „Es wäre wirklich wichtig, dass eine weit höhere Anzahl an kurzfristigen Pflegeplätzen als jetzt zur Verfügung steht, gerade z.B. nach Krankenhausaufenthalten kann das noch einige Familien entlasten“, erklärt Knauseder. Sie appelliert daran, dass das Angebot für jene, die es in Anspruch nehmen wollen leistbar wird.

Lücke im Netz der mobilen Betreuung

Was, wie so oft, verleugnet wird: Bei den mobilen Diensten zeigt sich in Oberösterreich seit Längerem ein großer Nachholbedarf. „In insgesamt fünf Bezirken herrscht laut der Bedarfsplanung des Landes eine eklatante Mangelversorgung. Anstatt das Angebot demografisch anzupassen, ist in den letzten Jahren sogar eine rückläufige Tendenz erkennbar. Landesrat Dörfel muss die Gründe für diese Entwicklung offenlegen und jetzt rasch gegensteuern, um die pflegenden Angehörigen vor der Überlastung zu schützen“, so die SPÖ-Pflegesprecherin abschließend.

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