SPÖ Landtagsklub

Möglichkeiten, wie du die SPÖ unterstützen kannst

Mitmachen

Landesbudget widerlegt Dörfels Ankündigungen: Kürzungspolitik statt „Bedarfsgerechtigkeit“

7. August 2026

Landesbudget widerlegt Dörfels Ankündigungen: Kürzungspolitik statt „Bedarfsgerechtigkeit“

Die Integrationspolitik der ÖVP ist nicht ehrlich, sondern Marketing

SPÖ-Integrationssprecher Wahl

Nach der Pressekonferenz von Landesrat Dörfel und Bundesministerin Bauer zu „neuen Maßstäben bei Deutschkursen“ übt SPÖ-Integrationssprecher Erich Wahl Kritik an der tatsächlichen Praxis des Integrationslandesrates. Während die ÖVP-Entscheidungsträger:innen von einheitlichen Standards und bedarfsgerechten Kursen sprechen, haben sie mit dem Jahreswechsel zahlreiche bewährte Sprachförderprojekte massiv gekürzt. „Wenn man gleichzeitig ankündigt, man setze neue Maßstäbe, und im selben Jahr bewährte Projekte wie ‚Mama lernt Deutsch‘ oder den Sprachförderungs-Rucksack kürzt, dann ist das keine ehrliche Integrationspolitik, das ist Marketing auf dem Rücken der Migrant:innen. Namhafte Integrationsprojekte wurden um die Hälfte oder sogar bis zu einem Dreiviertel zusammengestrichen. Bewährten Programmen hat man so ein Ende gesetzt, Neuerungen können nie so schnell den bereits erreichten Standard erzielen“, so Wahl.

Realität in Oberösterreich

Bereits jetzt hat jedes neunte Volksschulkind in Österreich Förderbedarf in Deutsch. Wahl weist zudem darauf hin, dass mittlerweile auch immer mehr Kinder mit Deutsch als Erstsprache mit geringem Wortschatz und massiven Grammatikproblemen in die Schule kommen. Das ist ein Umstand, der die Integration von Kindern mit anderer Erstsprache zusätzlich erschwert. 40 von 100 Kindern in Oberösterreichs Schulen können auch am Ende der 4. Klasse Volkschule nicht ausreichend lesen. Dieses bedenkliche Ergebnis aus den IKMPLUS-Testungen an den Schulen nahm die SPÖ bereits im Mai zum Anlass für einen Antrag zur Unterstützung des Spracherwerbs in der Volksschule.

Politik für die Falschen statt Handlungsbedarf sehen

Eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria zum Schuljahr 2024/2025 zeigt zudem, dass in Wels der Anteil der Schüler:innen in Deutsch-Förderklassen bei 25 Prozent, in Traun und Linz bei jeweils 22 Prozent liegt. Zum Vergleich: In Wien sind es 20 Prozent. „Gerade in Städten wie Wels, Traun oder Linz bräuchte es mehr statt weniger Ressourcen – unabhängig davon, ob in der Schule oder auch bei außerschulischen Angeboten. Stattdessen erleben wir eine Kürzungspolitik, die genau dort ansetzt, wo der Bedarf am größten ist. Mir ist es auch wichtig dazu zu sagen, dass es auch in der Fläche im ländlichen Raum unbedingt mehr Kurse braucht, auch wenn dort die Anzahl der Kursteilnehmer:innen nicht so hoch ist, damit diese überhaupt ein Angebot in Anspruch nehmen können. Von den Verantwortlichen Dörfel und Bauer fordere ich endlich eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine überlegte und qualifizierte Integrationspolitik und keine, mit der man der FPÖ gefallen will“, so Wahl abschließend.

Social Media Kanäle

Nach oben