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Im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026: schleichen­der Rückzug von Frauen aus oö. Landwirtschaft

6. August 2026

Im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026: schleichen­der Rückzug von Frauen aus oö. Landwirtschaft

Bäuerinnen brauchen bessere Bedingungen

SPÖ-Haas

Das Jahr 2026 wurde von den Vereinten Nationen (UNO) zum Internationalen Jahr der Bäuerin und Landwirtin ausgerufen. Die jüngste Anfragebeantwortung an den SPÖ-Landtagsklub zur landwirtschaftlichen Produktion in Oberösterreich offenbart aber, dass die Zahl der Betriebsleiterinnen in unserem Bundesland laut Agrarstrukturerhebung im Vergleich zu 2020 um ganze 8 Prozent eingebrochen ist. Damit liegt Oberösterreich sogar noch über dem ohnehin schon besorgniserregenden bundesweiten Rückgang von 7,8 Prozent.

„Obwohl Frauen nach wie vor 42 Prozent der Betriebe führen, wird es für sie offensichtlich immer schwerer, eine Perspektive auf unseren Höfen zu sehen. Das ist ein echtes Alarmsignal für die gesamte oberösterreichische Agrarstruktur! Wenn wir den Frauen in der Landwirtschaft die Existenzgrundlage entziehen und ihre Perspektiven verspielen, gefährden wir mittelfristig die Zukunft unserer bäuerlichen Familienbetriebe und damit unsere regionale Lebensmittelversorgung insgesamt“, kommentiert SPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Haas die Zahlen.

Forderungen für bessere Bedingungen

Sein Appell an die Agrarreferentin ist, die Punkte des „4 Punkte-Plan zu Verbesserungen im Leben der Bäuerinnen“ der österreichischen Bäuerinnenorganisationen tatsächlich mit Leben zu füllen. „Es reicht nicht, Sonntagsreden zu halten. Wir müssen strukturelle Benachteiligungen bei der Care-Arbeit mit Zugang zum Wochengeld oder psychosozialen Angeboten abbauen, die soziale Absicherung vor allem im Alter stärken und innovative Zukunftspfade von Bäuerinnen – etwa in der Direktvermarktung, bei ‚Urlaub am Bauernhof‘ oder ‚Green Care‘ – gezielt fördern“. Aktuell haben Bäuerinnen mit 813 Euro eine sehr niedrige Durchschnittspension, was zu Altersarmut führt. Angeregt wird auch eine verstärkte Förderung von Frauenprojekten ab der nächsten GAP-Periode.

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