SPÖ Landtagsklub

Möglichkeiten, wie du die SPÖ unterstützen kannst

Mitmachen

OÖ-Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslosigkeit steigt weiter – VP/FP-Landeskoalition ohne Antworten

3. August 2026

OÖ-Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslosigkeit steigt weiter – VP/FP-Landeskoalition ohne Antworten

Wer heute bei der Qualifizierung spart, zahlt morgen die Rechnung bei der Langzeitarbeitslosigkeit

SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller

Die heute vom AMS Oberösterreich veröffentlichten Zahlen für Juli 2026 zeigen, dass die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen im Jahresvergleich um 17,9 Prozent auf 11.328 Personen gestiegen ist. Damit ist mehr als jede vierte arbeitslos gemeldete Person in Oberösterreich bereits seit über einem Jahr ohne Job. Insgesamt sind 37.653 Menschen vorgemerkt arbeitslos, um 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr – insbesondere mehr Frauen – die Zahl gleicht sich mittlerweile fast an die Männer an. Ihre Arbeitslosigkeit stieg um 4,9 Prozent auf 18.275, während sie bei Männern nur um 0,6 Prozent zunahm. „Wenn immer mehr Menschen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verlieren, brauchen wir dringend gezielte Qualifizierungsoffensiven statt Kürzungen bei den AMS-Angeboten“, so SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller.

Beschäftigung stagniert, Lehrstellenmarkt bleibt angespannt

Auch die Beschäftigtenzahlen geben keinen Anlass zur Entwarnung: Mit 702.000 Beschäftigten liegt Oberösterreich leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,1 Prozent). Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen um 20,9 Prozent eingebrochen, während die Zahl der Lehrstellensuchenden weiter steigt (+3,7 Prozent).

Investitionen immer wichtiger

„Genau jetzt braucht es echte Investitionsimpulse statt Schönreden und einer reinen Ankündigungspolitik“, betont Schaller. Auf Bundesebene zeigt die SPÖ mit dem FTI-Pakt (5,5 Milliarden Euro bis 2029), dem verdoppelten Investitionsfreibetrag und dem neuen Standort-Fonds vor, wie gezielte Investitionen Arbeitsplätze sichern können. „Auch Oberösterreich braucht diesen Mut: Der Winkler-Plan mit Investitionen in umweltfreundliche Kraftwerke und ‚Green Jobs‘ liegt am Tisch. Jetzt muss auch Landesrat Achleitner liefern, statt zuzuwarten“, so Schaller.

Wie ernst die Lage in der oberösterreichischen Industrie ist, zeigt aktuell auch der Faserhersteller Lenzing: Der Konzern baut laut Medieninformationen bis Ende 2027 weltweit rund 2.000 Stellen ab und muss sich über eine Kapitalerhöhung von bis zu 300 Millionen Euro finanziell neu aufstellen. „Lenzing zeigt exemplarisch, wie schnell industrielle Kernbereiche unter Druck geraten können. Umso wichtiger ist es, jetzt in den Standort und die Beschäftigten zu investieren, statt nur zuzusehen“, so Schaller abschließend.

Social Media Kanäle

Nach oben