OÖ-Frauen unter Druck: Arbeitslosigkeit steigt, Unterstützung wird weniger
Einsatz von Achleitner ist gefragt, damit Frauen am Arbeitsmarkt nicht noch mehr benachteiligt werden
SPÖ-Schaller
Während die Arbeitslosigkeit der Männer in Oberösterreich sinkt (-2,6 Prozent), steigt jene der Frauen im selben Zeitraum um 5,2 Prozent auf 17.258 Betroffene. Besonders betroffen sind Branchen wie Handel, Büro und Gesundheit/Soziales, wo Frauen überproportional vertreten sind, und gleichzeitig kaum neue Stellen entstehen. Verschärfend kommt hinzu, dass die Sozialplattform OÖ, als Dachverband von 46 sozialen Organisationen, in einem offenen Brief erst vor zwei Wochen vor Kürzungen von 25 bis 30 Prozent bei den vom AMS OÖ finanzierten Arbeitsmarktprojekten warnte. Ab Juli 2026 sollen die Angebote gerade für Zielgruppen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf eingeschränkt werden. Ausdrücklich genannt werden dabei Frauen, Migrant:innen und Personen mit gesundheitlichen Herausforderungen. Konkret drohen Beratungsgespräche von acht auf drei Termine reduziert zu werden und ein Drittel der Transitarbeitsplätze soll in Arbeitstrainingsplätze ohne Einkommen umgewandelt werden. Das ist ein Verlust eines Einkommens für bis zu 300 Betroffene. „Wenn genau jetzt, wo die Arbeitslosigkeit von Frauen weiter steigt, die Unterstützungsangebote für sie gekürzt werden, ist das ein doppelter Stolperstein. Deshalb muss Wirtschaftslandesrat Achleitner im Wege des Standortprogramms upperWork für den Erhalt der AMS-Angebote für Frauen sorgen – wenn nötig durch Mitfinanzierung durch das Land Oberösterreich! Denn wer heute bei Frauen kürzt, zahlt morgen doppelt“, verdeutlicht SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller.