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SPÖ-Binder zu Kassenarztstelle in Bad Ischl: Runder Tisch soll Schließung von Hausarztpraxis abwenden

11. Mai 2026

SPÖ-Binder zu Kassenarztstelle in Bad Ischl: Runder Tisch soll Schließung von Hausarztpraxis abwenden

Versorgen statt vertrösten

heißt es mit der SPÖ

Eine gut ausgelastete Hausarztpraxis soll schließen – nicht, weil es an Interessenten für den durch einen Schicksalsschlag freigewordenen Kassenvertrag fehlt, sondern weil die ÖGK-Führung aus Linz es so will. SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder hat sich vor Ort informiert und konnte nach einem Gespräch mit der Sozialversicherung einen ersten Erfolg erzielen: Die Verantwortlichen der ÖGK sind zu einem Runden Tisch in der Region bereit. „Dieser muss jetzt rasch stattfinden! Einer funktionierenden Praxis die Fortführung zu verwehren, während wir andernorts händeringend nach Hausärztinnen und Hausärzten suchen, das ist absurd und kann sich Oberösterreich nicht leisten“, so Binder.

Während in ganz Oberösterreich Kassenarztstellen nicht nachbesetzt werden können und oft jahrelang ausgeschrieben werden, soll in Bad Ischl wegen technokratischer Engstirnigkeit das Umgekehrte passieren. SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder hat der Ordination zusammen mit Bürgermeisterin Ines Schiller einen Besuch abgestattet und sich die Hintergründe näher angeschaut: „Wer die Gegebenheiten vor Ort kennt, weiß, dass die Praxis weit weg vom neuen Primärversorgungszentrum am anderen Ende der Stadt liegt und dort einen wichtigen, mehr als ausreichenden Versorgungsauftrag erfüllt. Deshalb spreche ich mich wie Bürgermeisterin Ines Schiller für eine Aufrechterhaltung der Kassenarztstelle der bedauerlicherweise verstorbenen Ärztin Fischer-Bischinger aus“, erklärt Binder.

Haberlander und Sozialversicherung in der Pflicht

Binder setzt sich hier stellvertretend für das strukturelle Probleme fehlender Kassenarztstellen ein und nimmt sowohl die Sozialversicherung als auch die Gesundheitslandesrätin Haberlander in die Pflicht. „Es ist schlimm genug, dass die Verantwortlichen im Land mit fehlenden Ausbildungsplätzen zu Engpässen beim medizinischen Nachwuchs beigetragen haben und die Sozialversicherung zusätzlich das Netz an Kassenarztstellen ausgedünnt hatte. Was aber in Bad Ischl passiert, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Da soll der durch die Krankheit und den bedauerlichen Tod einer Ärztin freigewordene Kassenvertrag einfach aufgelassen werden, obwohl es definitiv mindestens eine Interessentin für die Fortführung der ausreichend ausgelasteten Praxis gibt“, unterstreicht Landtagspräsident Binder. „Ich habe die ÖGK mit meinem Unverständnis konfrontiert und mir ihre Argumente angehört. Angesichts der Versorgungssituation in Oberösterreich und der konkreten Lage vor Ort empfinde ich viele der vorgebrachten Schutzbehauptungen als fadenscheinig. Ich freue mich aber für die Bereitschaft der Verantwortlichen, sich einem Runden Tisch in Bad Ischl zu stellen, und hoffe, dass wir ein Umdenken erreichen können – im Interesse der Versicherten und Patient:innen“, so der SP-Gesundheitssprecher.

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