Stelzers 5-Jahres-Plan bietet wenig Hoffnung für Langzeitarbeitslose in Oberösterreich
Nur 191,2 Millionen Euro aus Stelzers 5-Jahres-Plan sind für das Hauptkrisenjahr 2021 vorgesehen – und nur von einem Drittel dieses Volumens ist aktuell bekannt, wofür es eingesetzt werden soll. „Damit knausert Stelzer einmal mehr, obwohl die Arbeitslosenzahlen durch die Decke gehen. Wenn wir in Oberösterreich erfolgreich aus der Krise kommen wollen, dann müssen wir uns herausinvestieren, herausknausern wird nicht klappen. Die Langzeitarbeitslosigkeit im Land ist im Jahresvergleich um 60% gestiegen – wo bleibt die Beschäftigungsoffensive von Stelzer und Achleitner?“, macht SPÖ-Klubvorsitzender Mag. Michael Lindner Druck.
Müssen aktiver und rascher handeln!
SPÖ-Klubvorsitzender Lindner
Erfolgreiche „Aktion 20.000“ von Kern und Mitterlehner würde jetzt gebraucht
13.300 OberösterreicherInnen und Oberösterreicher waren im Februar 2021 seit über 12 Monaten beschäftigungslos, das sind um 60% mehr als noch vor einem Jahr. Diese Menschen haben ohne gezielte Förderung kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz. „Es gab unter Kern und Mitterlehner die erfolgreiche Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose. Diese haben im öffentlichen und sozialen Umfeld eine sinnstiftende Arbeit bekommen und so wieder Berufspraxis gesammelt. Gestärkt durch diese positive Erfahrung konnte ein großer Teil auch nach Ende des Förderprogramms im Arbeitsleben bleiben – ein ähnliches Programm brauchen wir jetzt, um den Langzeitarbeitslosen in Oberösterreich neue Hoffnung zu schenken“, ist Lindner überzeugt.
Kleineres Tirol hat für 2021 größeres Konjunkturpaket geschnürt
Warum Stelzer im Krisenjahr 2021 nicht einmal bereit ist, einen aliquoten Anteil seines 5-Jahres-Plans zu investieren, blieb auch in der heutigen Pressekonferenz unbeantwortet. Mit nur 191,2 Mio Euro ist die angekündigte Investitionssumme im Jahr 2021 sogar niedriger als die von Tirols Landeshauptmann Platter im „Konjunkturpaket 2“ beschlossene Summe von 196 Mio Euro. „Fakt ist, dass wir jetzt zigtausende Menschen in Arbeitslosigkeit haben. Deshalb ist jetzt nicht zu Zeit zu knausern und Ankündigungen von in drei, vier Jahren zu machen. Wer weiß schon, was Stelzer dann nach der Wahl wirklich macht? Die Menschen in Oberösterreich brauchen jetzt Beschäftigungsimpulse, damit ihre Jobs sicher bleiben und genügend neue Arbeitsplätze entstehen“, fordert der SPÖ-Klubvorsitzende.
Foto: Land OÖ