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Vorrang für alternative Leistungsbeurteilungen an Volksschulen

27. Februar 2014

Vorrang für alternative Leistungsbeurteilungen an Volksschulen

SPÖ-Bildungssprecherin Landtagsabgeordnete Sabine Promberger unterstützt die Vorschläge von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek für eine Reform der Leistungsbeurteilung: „Ich pflichte der Ministerin bei, dass Ziffernnoten in der Volksschule nicht zwingend notwendig sind. Die Aussagekraft von Ziffernnoten ist seit langem umstritten. Ein Zusammenhang zwischen Leistung und Ziffernnote ist vielfach nicht erklärbar. Gleichzeitig gibt es viele negative Begleiterscheinungen ungerechter Beurteilungen, wie Schul- und Versagensängste, Minderwertigkeitsgefühle und Aggression.“ Die Ministerin setzt die im Regierungsprogramm enthaltene Zusage, wonach alternative Leistungsbeschreibungen bis einschließlich der 3. Schulstufe schulautonom festgelegt werden können, um.


Die Ziffernnote ist viel zu unpräzise, um die Fähigkeiten, den Leistungsstand und das Entwicklungspotential eines Kindes feststellen zu können. Stattdessen plädiert Promberger für eine alternative Leistungsbeurteilung, die festgelegten Qualitätskriterien entsprechen muss. So können die Kompetenzen von VolksschülerInnen transparenter und exakter beschrieben werden. Eltern und LehrerInnen sollen, wie von Heinisch-Hosek geplant, über die Anwendung und Form der alternativen Leistungsbeurteilung gemeinsam entscheiden dürfen.

Ein alternatives Benotungssystem zu den Ziffernnoten in den ersten drei Schulstufen, wie Heinisch-Hosek vorschlägt, wäre für Promberger ein wichtiger Schritt zu einer humaneren, chancen- und leitungsgerechteren Schule. Man darf, so Promberger, allerdings auch nicht den selektiven Charakter des derzeitigen Schulsystems in Österreich aus den Augen verlieren: „Österreich ist zusammen mit einigen Bundesländern in Deutschland das letzte Land in Europa, das Kinder mit 10 Jahren bereits in AHS oder HS/NMS einteilt. Diese Selektion am Ende der Volksschule ist wesentlich dafür verantwortlich, dass man meint, mit Ziffernnoten objektive Aussagen machen zu müssen, um diese Selektionshürde zu rechtfertigen.“

Würde die Schullaufbahnentscheidung nicht schon im Alter von 10 Jahren, sondern erst später fallen, könnten die Talente und Fähigkeiten der SchülerInnen besser entwickelt werden. Entscheidungen bezüglich der weiteren Bildungslaufbahn würden das Interessens- und Befähigungsprofil besser abbilden. Die alternative Leistungsbeurteilung wurde in zahlreichen Schulversuchen bereits erprobt, der Erfolg gilt als gesichert und auch die Schulautonomie wird damit gestärkt.

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