Liegenlassen der Bundeswohnbaumillionen hat Folgen: Mieter:innen zahlen drauf
Haimbuchner schaut zu, wie oö. Mietpreise steigen und Studierende aus der Wohnbeihilfe fallen
SPÖ-Wohnbausprecher Binder
Die aktuellen Daten des Immobilienportals ImmoScout24 belegen: Oberösterreich verzeichnet im ersten Quartal 2026 mit plus 11 Prozent einen der stärksten Mietpreisanstiege in ganz Österreich. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis kletterte im letzten Jahr von 12,01 Euro auf 13,29 Euro – deutlich über dem österreichweiten Anstieg von 8 Prozent. Für SPÖ-Wohnbausprecher Peter Binder sind das alarmierende Zahlen: „Die Mieten in Oberösterreich steigen viel schneller, als viele Haushalte das aus ihren Einkommen stemmen können. Und wer studiert, hat de facto schon längst keine Unterstützung mehr zu erwarten. Haimbuchner hat die Mittel, handelt aber nicht, und die Mieter:innen zahlen drauf.“
Studierende fallen durch das Raster der Wohnbeihilfe
Besonders hart trifft die Entwicklung Studierende. Bezogen vor zehn Jahren noch über tausend Studierende Wohnbeihilfe, waren es im ersten Halbjahr 2025 nur mehr 371 – ein Rückgang um mehr als 60 Prozent. „Die Wohnbeihilfe ist für Studierende in der Praxis nicht mehr zugänglich. Sie erfüllen die Voraussetzungen nicht, bekommen keine Unterstützung und müssen trotzdem Mieten zahlen, die Jahr für Jahr steigen. Das ist eine sozialpolitische Schieflage, die wir uns definitiv nicht leisten können“, kritisiert Binder, der in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle IHS-Studie verweist sowie beispielhaft die dringend benötigten und ebenso betroffenen Medizinstudierenden hervorhebt.
Wohnbeihilfe reparieren, Wohnbaumittel abholen
Binder sieht die Landesregierung klar in der Pflicht: „Wohnen ist Landeskompetenz. Wir haben die Instrumente und wir haben das Geld des Bundes, das nur darauf wartet, abgeholt zu werden. Wir müssen beides nur endlich einsetzen.“ Der SPÖ-Wohnbausprecher fordert eine umgehende Reform der Wohnbeihilfe, damit auch Studierende wieder Zugang zu Unterstützung erhalten sowie die vollständige Nutzung der noch verfügbaren Bundeswohnbaumittel. „Mehr geförderte Wohnungen bedeuten mehr Angebot, und mehr Angebot macht Wohnen für alle leistbarer. Solange Haimbuchner diese Chance ungenutzt lässt, zahlen die Mieter:innen die Rechnung“, so Binder abschließend.