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Antrag im Landtagsausschuss: SPÖ fordert gezielte Maßnahmen gegen Leseschwäche

23. März 2026

Antrag im Landtagsausschuss: SPÖ fordert gezielte Maßnahmen gegen Leseschwäche

40 Prozent der oberösterreichischen Volksschulkinder erreichen Leseziele nicht

SPÖ-Margreiter: „Das Land muss endlich handeln!

Kommende Woche wird im Ausschuss für Gesellschaft des Oö. Landtags ein SPÖ-Initiativantrag behandelt, der die Oö. Landesregierung zu konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Lesekompetenz verpflichten soll. Hintergrund sind besorgniserregende Ergebnisse der jüngsten Kompetenzmessung des Instituts des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS). Laut dem Bundesergebnisbericht erreichen 40 Prozent der oberösterreichischen Schüler:innen die Bildungsstandards beim Lesen am Ende der 4. Schulstufe nicht oder nur teilweise. Besonders gravierend ist die Situation in Wels und Traun, die im österreichweiten Vergleich mit deutlichem Abstand die letzten Plätze belegen. „Diese Zahlen sind ein klares Signal, das wir nicht ignorieren dürfen. Lesen ist keine Zusatzqualifikation. Es ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder überhaupt am schulischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wenn vier von zehn Volksschulkindern in Oberösterreich diese Grundlage nicht mitbekommen, versagen wir als Gesellschaft“, betont SPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Doris Margreiter.

Maßnahmen auf mehreren Ebenen

Der Antrag der SPÖ fordert die Landesregierung auf, wirksame Maßnahmen zu setzen. Darunter fallen zusätzliche Personal- und Weiterbildungsressourcen für Lehrer:innen. Zudem sollen jene Gruppen systematisch identifiziert werden, die besonders von Leseschwäche betroffen sind, um in der Folge maßgeschneiderte Hilfsangebote sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule gezielt entwickeln und einsetzen zu können. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Volksschulen mit herausfordernder sozioökonomischer Ausgangslage gelegt werden, da nach wie vor die soziale Herkunft eines Kindes maßgeblich über seinen Bildungserfolg entscheidet. Das Land soll dazu beitragen, Kinder sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule für das Lesen zu begeistern und eine echte Lesekultur zu fördern.

Ansätze reichen nicht – es braucht mehr!

„Oberösterreich hat in der Vergangenheit mit Leseinitiativen und dem Lesekompetenzzentrum gute Akzente gesetzt. Aber die aktuellen Ergebnisse zeigen klar: Das reicht nicht. Wir brauchen vor allem gezielte Unterstützung dort, wo die Not am größten ist – und das sind Schulen in sozial schwierigem Umfeld. Bildungsgerechtigkeit bedeutet, mehr dort zu investieren, wo der Bedarf am höchsten ist“, so Margreiter weiter. Die SPÖ-Bildungssprecherin appelliert an alle Fraktionen im Ausschuss, den Antrag zu unterstützen: „Lesekompetenz ist keine parteipolitische Frage. Es geht um die Zukunft unserer Kinder in Oberösterreich. Ich erwarte mir hier ein klares Bekenntnis des Landes zu mehr Ressourcen und zu gezielter Förderung.“

Foto: Schöngruber

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