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Klares SP-Nein zu Von der Leyens Atomplänen

11. März 2026

Klares SP-Nein zu Von der Leyens Atomplänen

Atom-Renaissance teure und riskante Sackgasse, die Zeit und Ressourcen beim Erneuerbaren-Ausbau kostet

SP-Energiesprecher Antlinger

Mit Unverständnis und Ablehnung reagiert SPÖ-Energiesprecher Thomas Antlinger auf die jüngsten Aussagen von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, wonach der Atomausstieg ein Fehler gewesen sei und die Europäische Union nun verstärkt auf sogenannte Small Modular Reactors (SMR) setzen sollte: „Eine Renaissance der Atomenergie ist energiepolitisch der falsche Weg und würde Europa in eine teure und riskante Sackgasse führen. Small Modular Reactors werden zwar von der Atomindustrie als neue Generation von Kernkraftwerken beworben. Tatsächlich handelt es sich aber weitgehend um Konzepte und Pilotprojekte. Von einer marktreifen Technologie kann derzeit keine Rede sein. Auch wirtschaftlich sind SMRs keine überzeugende Lösung. Atomkraft zählt schon heute zu den teuersten Formen der Stromproduktion. Nicht zuletzt bleibt das grundlegende Problem der Atomkraft unverändert bestehen. Auch kleine Reaktoren produzieren hochradioaktiven Müll, für den es weltweit noch immer keine endgültige und sichere Entsorgungslösung gibt“.

Sichere und günstige Erneuerbare können sofort ohne Risiko ausgebaut werden

Weltweit befindet sich nur eine sehr kleine Zahl solcher SMR-Reaktoren im Bau oder im Testbetrieb, viele Designs sind noch nicht zugelassen oder technisch ausgereift. Gleichzeitig würden Entwicklung, Genehmigung und Bau vieler dieser Anlagen Jahrzehnte dauern – Zeit, die im Kampf gegen die Klimakrise fehlt. „Neue Reaktortechnologien können ohne enorme öffentliche Förderungen nicht bestehen und binden damit Mittel, die für den raschen Ausbau erneuerbarer Energien dringend gebraucht werden. Windkraft, Photovoltaik und Speichertechnologien sind bereits heute deutlich günstiger und können wesentlich schneller ohne dauerhaftes Sicherheitsrisiko umgesetzt werden“, spricht sich Antlinger unmissverständlich für einen intensivierten Erneuerbaren-Ausbau aus.

SP bekennt sich zu Anti-Atom-Linie Österreichs

Mit den Atomkraftwerken Temelín und Dukovany in Tschechien befinden sich zwei große Atomanlagen in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze. Pläne für neue Reaktoren oder Laufzeitverlängerungen in der Region zeigen, dass die Atompolitik unserer Nachbarländer weiterhin ein reales Sicherheitsrisiko für Österreich darstellt. „Die anti-atompolitische Linie Österreichs bleibt daher richtig und notwendig. Oberösterreich wird sich weiterhin klar gegen neue Atomprojekte in Europa aussprechen und auf eine nachhaltige Energiezukunft ohne Atomkraft drängen“, betont Antlinger, denn nur mit Windkraft, Sonnenenergie, Energieeffizienz und einer nachhaltigen europäischen Energiepolitik kann eine tatsächlich sichere, leistbare und klimafreundliche Energieversorgung erreicht werden.

Foto: Land OÖ

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