SP zu LRH-Folgeprüfung: Positive Schritte in der psychiatrischen Versorgung müssen weitergehen
Der LRH liefert die Diagnose – jetzt braucht es die Therapie
SPÖ-Gesundheitssprecher Binder
Der heute veröffentlichte Bericht des Oö. Landesrechnungshofs ist ein wertvoller Beitrag zur Versachlichung einer Debatte, die weitergeführt werden sollte. Der LRH zeigt auf, dass die Kapazitätsmesszahl des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Oberösterreich nach wie vor unterschritten wird. „Wir sind dem Landesrechnungshof dankbar, dass er diese Versorgungslücke dokumentiert sowie auch generell die Ressourcen bei den Planungen zum Regionalen Strukturplan Gesundheit OÖ 2030 geprüft hat. Der Bericht zeigt, dass die Begründung der Landesregierung – fehlende Fachärzt:innen– zwar real ist, aber keine Antwort auf die Frage gibt, warum dieser Mangel über Jahre nicht strukturell angegangen wurde. Wo waren die notwendigen Ausbildungsplätze in den Krankenanstalten für Fachärzt:innen früher, und wo konkret sind sie heute? Hier braucht es jetzt einen klaren Plan. Die Kompensationsmaßnahmen sind vorübergehend wichtig, aber kein Ersatz für echte Kapazitäten“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder.
Strukturausbau schafft Anreize
Der Fachärzt:innenmangel löst sich nicht von selbst, er erfordert gezielte Investitionen in Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen und eine langfristige Personalstrategie. Ohne diese Schritte bleibt der ÖSG-Richtwert für 2030 unerreichbar. Wir fordern die Landesregierung auf, für die Kinder und Jugendlichen in Oberösterreich, die auf diese Versorgung angewiesen sind, den Bericht des LRH ernst zu nehmen.