AMS-Jänner-Zahlen: Schwarzblau bleibt im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit untätig
Vor allem Frauen in Handel und Gastro benötigen endlich zielgerichtete Umschulungsprogramme
SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller
Wie die AMS-Zahlen für Oberösterreich vom Jänner zeigen, ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahrsvergleich zwar geringfügig zurückgegangen, doch bei den Langzeitbeschäftigungslosen wurde nach wie vor keine Trendwende geschafft. Hauptbetroffene sind wie bereits in den letzten Monaten Frauen über 50 und jene, die im Handel und der Gastronomie arbeiten. „Die Landhauskoalition muss für diese Zielgruppe jetzt eine Qualifizierungsoffensive starten, um Frauen aus den Krisenbranchen herauszubringen und ihnen neue Perspektiven am Arbeitsmarkt in zukunftssicheren Branchen zu eröffnen. Achleitner und Haberlander müssen auf Kurse setzen, die ganz gezielt Frauen aus den hauptbetroffenen Sektoren für Mangelberufe wie die Pflege gewinnen, am besten noch bevor eine Arbeitslosigkeit eintritt. Denn mit zunehmender Automatisierung werden vor allem im Handel weiter Jobs wegfallen“, fordert SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller.
Bei Männern bleibt Bau das Sorgenkind
Während die Arbeitslosigkeit bei Männern insgesamt gesunken ist, fällt bei den männerdominierten Sektoren der Bau negativ auf. „Ich wiederhole mich, aber hätte Wohnbaureferent Haimbuchner die 74 Bundesmillionen für den Wohnbau nicht verfallen gelassen sondern abgeholt, sähe die Situation auch am Bau anders aus. Zudem tut die anhaltende Belastung der Gemeinden ihr Übriges, warum kommunale Projekte von Schulbau bis Straßensanierungen weiter nicht umgesetzt werden können“, schließt Schaller.