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Wartezeit-Verdoppelung: Zwei-Klassen-Medizin verschärft sich im schwarzblauen OÖ

8. Januar 2026

Wartezeit-Verdoppelung: Zwei-Klassen-Medizin verschärft sich im schwarzblauen OÖ

Systemversagen bei OP-Wartezeiten – Haberlander muss endlich handeln!

SPÖ-Gesundheitssprecher Binder

Die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen haben sich in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren nahezu verdoppelt. Während Patient:innen 2022 maximal 44 Wochen auf ein neues Knie warten mussten, sind es Ende 2025 bereits 87 Wochen – also fast zwei Jahre. Bei Hüftoperationen stieg die maximale Wartezeit von 44 auf 84 Wochen. „Diese Entwicklung zeigt das Versagen der schwarzblauen Gesundheitspolitik“, kritisiert SPÖ-Gesundheitssprecher und dritter Landtagspräsident Peter Binder.

Sonderklasse-Patient:innen werden schneller behandelt

Die Anfragebeantwortung von Gesundheitsreferentin Haberlander bestätigt erstmals offiziell: Privatversicherte werden deutlich schneller operiert als Patient:innen der allgemeinen Klasse. Binder stellt fest: „Wenn bis zu 20 Prozent der Patient:innen – in manchen Bereichen sogar mehr – auf die Sonderklasse zurückgreifen, offenbart das ein Systemversagen. Diese Menschen vertrauen offenbar nicht mehr darauf, in der allgemeinen Klasse rechtzeitig versorgt zu werden. Die stetig steigenden Wartezeiten verschärfen diese Zwei-Klassen-Medizin zusätzlich. Bis zu 18 Wochen müssen etwa Patient:innen der allgemeinen Klasse länger als Sonderklasse-Versicherte im Spital Pyhrn-Eisenwurzen auf eine neue Hüfte warten.“

Ärzt:innen-Mangel als Hauptproblem

Der Personalmangel verschärft die Situation zusätzlich. Im Linzer Kepler-Klinikum mussten 129 Betten primär wegen fehlenden Personals gesperrt werden, im Ordensklinikum 97 Betten. Der Ärzt:innen- und Pflegekräftemangel ist damit eine zentrale Ursache für die explodierenden Wartezeiten. „Gesundheitsreferentin Christine Haberlander trägt die Verantwortung, diesen Missstand zu beheben und die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Denn wenn Menschen monatelang trotz Schmerzen auf Operationen warten müssen, schadet das allen Beteiligten: Die Patient:innen leiden unnötig, und das System verursacht erhebliche Mehrkosten durch zusätzliche Arztbesuche, Medikamente und Arbeitsausfälle“, fordert Binder abschließend.

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