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Frauen-Professuren an Uni Linz als Vorbild für OÖ-Landesdienst

23. Juli 2025

Frauen-Professuren an Uni Linz als Vorbild für OÖ-Landesdienst

Alle Top-Jobs beim Land sind in Männerhand

SPÖ-Frauensprecherin Heitz

Die jüngste Anfrage zur Entlohnung im landesnahen Dienst hat ergeben, dass es 10 Personen gibt, die mehr verdienen als der Landeshauptmann – alle 10 sind Männer. Deshalb fordert SPÖ-Frauensprecherin Renate Heitz LH Stelzer auf sich ein Vorbild an der Uni Linz zu nehmen. Während die JKU mit reinen Frauen-Professuren aktiv gegen den Gender Gap in Spitzenpositionen vorgeht, wirkt das Land Oberösterreich wie aus der Zeit gefallen. In den gut bezahlten Gehaltsstufen sitzen weiterhin überwiegend Männer. Frauen hingegen sind auffällig häufig in höheren LD-Stufen zu finden, also in jenen, die schlechter bezahlt sind. „Es ist schon fast zynisch, wenn man sich ansieht, dass Frauen im Landesdienst zwar stark vertreten sind, nur leider in jenen LD-Gehaltsstufen, in denen man weniger verdient. Da sind wir von Gleichstellung noch weit entfernt“, sagt SPÖ-Frauensprecherin Renate Heitz.

Während die JKU gezielt Frauen fördert und damit aktiv an der Beseitigung struktureller Ungleichheiten arbeitet, ist das Land Oberösterreich hier säumig. „Seit Jahren ist klar, was es braucht, aber umgesetzt wird wenig. Eine gezielte Frauenförderung, etwa durch frauenspezifische Ausschreibungen, wäre ein längst überfälliger Schritt“, so Heitz, „dass das Land hier immer noch zögert, zeigt vor allem eines: Es fehlt nicht an Erkenntnis, sondern am politischen Willen.“

Und was war das noch gleich mit dem altbekannten Argument: „Frauen verdienen nur weniger, weil sie in schlechter bezahlten Jobs arbeiten“?

Die Antwort der Landesregierung auf die SPÖ-Anfrage zeigt: Selbst innerhalb gleicher Berufsgruppen verdienen Männer im Schnitt mehr: Im unterstützenden Personal etwa finden sich Frauen im Durchschnitt in LD23, Männer in LD22. Noch drastischer zeigt sich die Schieflage in den Landes-Gesundheitseinrichtungen (OÖG, KUK) und den Landwirtschaftlichen Fachschulen (LWBFS). Dort kann man sich den „Gender Pay Gap“ mit Unterschieden von bis zu drei LD-Gehaltsstufen direkt aus der Gehaltsliste ablesen.

Die JKU zeigt, wie man Strukturen aufbricht:

Mit gezielten Frauenstellen in der Wissenschaft wird aktiv korrigiert, was Jahrzehnte an struktureller Benachteiligung angerichtet haben. Das Land hingegen spricht lieber von Chancengleichheit, ohne sie herzustellen. LAbg. Heitz versucht es deshalb abschließend nochmal auf den Punkt zu bringen: “Wann traut sich das Land OÖ, das zu tun, was die JKU macht?”

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