Windkraft-Ausschlusszonen: Ideologiegetriebenes energiepolitisches Fiasko für Oberösterreich
LAbg. Antlinger und NR Roland Baumann sehen durch schwarzblaue Verhinderungspolitik Wohlstand und Industriestandort gefährdet
Die von der schwarz-blauen Landesregierung vorgelegte Ausschlusszonenverordnung für Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik ist aus Sicht von SPÖ-Energiesprecher Thomas Antlinger und SPÖ-Nationalratsabgeordneten und voestalpine-Betriebsrat Roland Baumann ein energie- und klimapolitisches, sowie wirtschaftliches Fiasko. Der Windpark in Sandl, welcher 125.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen könnte, wird damit praktisch verhindert. „Was hier geboten wird ist keine vernünftige Energiepolitik, sondern ein ideologie-getriebenes Verhinderungsspiel, das uns alle teuer zu stehen kommt. Das Ergebnis sind höhere Strompreise, weniger Investitionen und ein massiver Schaden für unseren Industriestandort. Wer heute gegen Windkraft arbeitet, arbeitet gegen die Zukunft unseres Bundeslandes!“, betont Antlinger. „Der Stromverbrauch wird in den kommenden Jahren enorm ansteigen. Die voestalpine allein benötigt für ihre grüne Stahlproduktion langfristig 10 Terawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr, die am besten aus der Region kommen sollen. Anstatt den Ausbau der Erneuerbaren im Sinne der RED-III-Richtlinie mit voller Kraft voranzutreiben, schränkt die Landesregierung die Flächen massiv ein!“, sieht auch Baumann eine Gefahr für die Energieversorgung Oberösterreichs und den Wirtschaftsstandort.
Energiepolitik muss für die Menschen arbeiten – nicht dagegen
Nicht nur die Wirtschaft leidet unter dieser zukunftsvergessenen Energiepolitik von Schwarzblau – auch die Haushalte werden sie mit steigenden Strompreisen, höheren Heizkosten und zusätzlicher Teuerung zu spüren bekommen. Die RED-III-Richtlinie der EU, welche mit der gegenständlichen Verordnung umgesetzt werden soll, sollte den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie eigentlich dort beschleunigen, wo sich derartige Anlagen am besten eignen, um den Erneuerbaren-Ausbau rasch in die Gänge zu bringen. „Schwarzblau verkehrt diesen Ansatz ins totale Gegenteil, wenn etwa die Region um Sandl bewusst in eine Ausschlusszone verwandelt wird. Damit wird saubere Energie aus der Region für die Region verunmöglicht. Abhängigkeit von teuren Importen, im schlimmsten Fall fossilen Energieträgern ist die Konsequenz dieser Kursichtigkeit“, so Antlinger.
Bereits laufende Projekte werden durch geplante Oö. Ausschlusszonenverordnung abgewürgt
Mit dem beabsichtigten Stopp auch bereits eingereichter Projekte begeht Schwarzblau einen Vertrauensbruch gegenüber Unternehmen, die in den Wirtschaftsstandort Oberösterreich investieren wollen. „Betreiber und auch Gemeinde haben im Fall Sandl bereits Ressourcen in das Projekt gesteckt und bleiben nun voraussichtlich auf den Kosten sitzen. Das ist ein fatales Signal an alle Unternehmen, die sich in unserem Bundesland ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen wollen“, schließt Baumann.
