Wohnbaubudget 2025: SPÖ fordert zusätzlich 100 Mio. Euro für leistbaren Wohnraum
Haimbuchner schreibt mit seinem mutlosen Budget das Aushungern des gemeinnützigen Wohnbaus fort!
SPÖ-Wohnbausprecher Binder
In der heutigen Debatte rund um das Wohnbaubudget forderte SPÖ-Wohnbausprecher Peter Binder die Erhöhung der Wohnbauförderung um plus 100 Mio. Euro. „Weder das permanente Schimpfen auf die KIM-Verordnung noch deren Abschaffung garantiert nachhaltig leistbaren Wohnraum. Anstatt den gemeinnützigen Wohnbau zu stärken und damit das Leben der Oberösterreicher:innen spürbar zu verbessern, legte LH-Stv. Haimbuchner ein mutloses Budget vor und schreibt damit die Entwertung des Wohnbaubudgets fort – das, obwohl die Mietkosten vielfach den größten Brocken in den Haushalbtsbudgets der Oberösterreicher:innen ausmachen!“, kritisiert SPÖ-Wohnbausprecher Peter Binder. Dass Wohnen für die Oberösterreicher:innen immer teurer wird und mittlerweile für viele Menschen eine große finanzielle Belastung darstellt, belegte zuletzt auch der Wohnkostenzufriedenheitsindex der AK OÖ. Zudem stiegen auch im Oktober 2024 die Mieten im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % und damit mehr als doppelt so stark wie die allgemeine Inflation.
Lediglich 3,7 Prozent des gesamten Landesbudgets für leistbaren Wohnraum
Im letzten Nicht-Haimbuchner-Jahr 2009 betrug der Anteil des Wohnbaus am gesamten Landesbudget noch 6,2 Prozent: Bei einem Landesbudget von 4,9 Mrd. Euro waren damals 304,2 Mio. Euro für den Wohnbau vorgesehen. Fünfzehn Jahre später beträgt der Anteil des Wohnbaus lediglich rd. 3,7 Prozent – 344,7 Mio. Euro bei einem Gesamtbudget von rund 9,4 Mrd. Euro. Dieses Aushungern des Wohnbaubudgets spüren mittlerweile auch die Oberösterreicher:innen: Eine schriftliche Beantwortung einer Anfrage durch Wohnbaureferent Haimbuchner zeigt, dass die Nachfrage an gemeinnützigen Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 3.000 gemeldete Personen gestiegen ist, zudem sind die gemeldeten Personen sogar bereit, in von der Heimatgemeinde weit entferntere Bezirke zu ziehen. „Jetzt in der Krise wäre der richtige Zeitpunkt den gemeinnützigen Wohnbau durch ein mutiges Budget zu stärken – nicht nur damit Wohnen endlich wieder leistbar wird, sondern auch um die Bauwirtschaft zu stärken und dadurch Arbeitsplätze zu sichern!“, ist Wohnbausprecher Binder überzeugt.
Foto: Land OÖ