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ELGA-Folgeprüfung: Noch immer kein Ersatz fürs Fax, zu viele Köche im Gesundheitswesen

30. Oktober 2026

ELGA-Folgeprüfung: Noch immer kein Ersatz fürs Fax, zu viele Köche im Gesundheitswesen

Sonderprüfung wird Probleme der Vielfalt an Partnern aufzeigen

SPÖ-Gesundheitssprecher Binder

Der Landesrechnungshof bestätigt: Für das Fax gibt es nach wie vor keine einheitliche digitale Alternative, der Überblick über den ELGA-Ausbau fehlt und die Pflegeheime tragen den Mehraufwand. Die SPÖ sieht die Ursache in zu vielen Partnern und fordert stärkere Inanspruchnahme der Steuerungskompetenz durch das Land.

Fax: Alternative fehlt weiterhin

„Viele Junge wissen nicht mehr, was ein Fax ist. Im Gesundheitswesen gibt es aber immer noch keinen Ersatz für diese veraltete und seit 1.1.2025 verbotene Kommunikationsform“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder. Der LRH hält eine rasche, nachhaltige Lösung für „unbedingt erforderlich“. Seit dem Auslaufen der Ausnahme 2025 führten die Systempartner viele unterschiedliche Dienste ein, was den Heimen erheblichen Mehraufwand beschert.

Kein Überblick, Papier im Pflegealltag

Die 13 ELGA-Bereiche arbeiten unabhängig voneinander, wer angebunden ist, weiß man nicht. Obwohl 89 von 134 Heimen angeschlossen sind, verlangen Krankenanstalten weiter Papier-Pflegeberichte. „Außerdem kann die Digitalisierung Transparenz erhöhen, damit die von einer IHS-Studie in den Raum gestellte Korruption, verhindert, Abläufe effizienter gestaltet und Wartezeiten reduziert werden können. Im Übrigen ist es auch um das lange angekündigte, große Gesundheitsportal wieder stiller geworden“, betont Binder.

Zu viele Partner, Land nutzt Steuerungsmöglichkeiten zu wenig

„Wo viele mitreden, sind die Herausforderungen groß. Das wird auch die von uns, mit Grünen und Neos geforderte Sonderprüfung im Gesundheitswesen, aufzeigen. Das Land muss seiner Steuerungskompetenz stärker nachkommen und die eigenen Möglichkeiten besser nutzen, wie auch diese Folgeprüfung des Landesrechnungshofs zu eHealth bestätigt!“, so Binder. Die kleinen erzielten Fortschritte, etwa bei den Heimen und im Kepler Universitätsklinikum, sind gut. „Das Pflege- bzw. Gesundheitspersonal darf aber nicht länger die Last für fehlende Abstimmung tragen. Gesundheitslandesrätin Haberlander soll nun rasch konkrete Digitalisierungspläne vorlegen – die Legislaturperiode ist noch lange genug, wenn wir jetzt anschieben!“, so Binder abschließend.

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