PISA bestätigt Leseschwäche: Oberösterreichs Kinder brauchen Unterstützung
Lesekompetenz sinkt, aber der SPÖ-Antrag gegen Leseschwäche wird von Schwarz-Blau im Unterausschuss liegengelassen
LAbg. Doris Margreiter
Die gestern präsentierten PISA-2025-Ergebnisse bestätigen, was die SPÖ bereits im März aufgezeigt hat: Österreichs Schüler:innen verlieren zunehmend grundlegende Lesekompetenzen. Die Daten offenbaren außerdem eklatante Unterschiede zwischen den Jugendlichen. Die soziale Herkunft entscheidet also nach wie vor viel zu stark über den Bildungserfolg.
Margreiter fordert rasches Handeln von Haberlander
„Haberlander muss handeln, die PISA-Ergebnisse bestätigen die Dringlichkeit unseres Antrags. Der liegt derzeit im Unterausschuss und darf dort nicht länger liegen bleiben, denn die Umsetzung wird von Tag zu Tag nötiger. Mädchen und Buben verlieren in großer Zahl jene Grundkompetenzen, die sie für eine gute Zukunft dringend brauchen. Wir, als SPÖ, sehen das und wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, wegzusehen, das möchten wir vor allem auch der Bildungslandesrätin mitgeben. Es braucht deshalb endlich zusätzliche Personal- und Weiterbildungsressourcen für unsere Lehrer:innen sowie eine gezielte Förderung jener Volksschulen mit herausfordernder sozioökonomischer Ausgangslage. Der Chancenbonus wird ein guter Anfang sein, aber wir brauchen direkt vor Ort noch zielgerichtetere Förderungen im Bereich Lesen“, so SPÖ-Bildungssprecherin Doris Margreiter.
Antrag liegt seit Monaten im Unterausschuss
Bereits im März hatte die SPÖ nach dem IQS-Bericht (40 % der OÖ-Volksschulkinder erreichen die Leseziele nicht, besonders schlecht schnitten Wels und Traun ab) einen Initiativantrag eingebracht. Er liegt seither im Unterausschuss. „PISA bestätigt es jetzt eindeutig: Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, drängt Margreiter auf eine landespolitische Lösung.
Margreiter appelliert, den Antrag rasch zur Beschlussfassung zu bringen: „Lesekompetenz ist keine parteipolitische Frage. Ich erwarte mir von Landeshauptmann-Stv.in Haberlander endlich ein klares Bekenntnis zu mehr Ressourcen und einem Plan heraus aus der Abwärtsspirale in diesem Bereich, wir haben bereits die Grundlage gelegt und stehen für eine Zusammenarbeit bereit.“