WWF-Bundesländervergleich muss Weckruf für Bodenschutz in Oberösterreich sein
Der Report bestätigt unsere Forderung nach messbaren Zielen
SPÖ-Antlinger
Oberösterreich landet im aktuellen WWF-Bundesländervergleich zum Bodenschutz auf dem letzten Platz. Für SPÖ-Naturschutzsprecher Thomas Antlinger zeigt das ein Fehlen von Steuerung: „Wir brauchen endlich messbare Ziele, denn wer keine Ziele hat, kann auch nicht steuern. Absichtserklärungen, wie sie von Landesrat Achleitner bisher existieren, reichen nicht aus, um dem fortschreitenden Bodenverbrauch entgegenzuwirken.“
Nicht länger die Statistik aussuchen
Zudem warnt Antlinger vor einem Imageschaden für den Standort: Ein letzter Platz beim Bodenschutz bzw. eine nicht genug transparente Bodenvergabe ist für viele Unternehmen ein negatives Signal und schadet dem Standort Oberösterreich insgesamt. Wichtig ist ihm dabei, alte Argumentationsmuster von Achleitner nicht gelten zu lassen: „Bodenschutz darf nicht gegen Wohnen und Arbeitsplätze ausgespielt werden. Nicht die Familie mit ihrem Einfamilienhaus ist der Kern des Problems, sondern fehlende Raumplanung, Leerstände, versiegelte Gewerbeflächen, Ortskernentwicklung usw.“
Abschließend fordert Antlinger klare Konsequenzen: „Achleitner kann sich nicht länger die Statistik aussuchen, die ihm gerade passt. Wenn WWF und Land bei der Bewertung des Bodenschutzes zu derart unterschiedlichen Ergebnissen kommen, braucht es transparente, überprüfbare Ziele, an denen die Entwicklung Jahr für Jahr gemessen werden kann. Oberösterreich darf keinesfalls unbedacht Boden-Ressourcen verspielen, die man nicht mehr zurückbekommt.“