Suspendierungs-Prävention: LH-Stv.in Haberlander bei Landtagsbeschluss aus 2009 immer noch säumig
Mehr Schulsozialarbeit kann mehr Suspendierungen verhindern!
SPÖ-Bildungssprecherin Margreiter
Auch in diesem Schuljahr wurde wieder eine enorm hohe Anzahl an Schüler:innen aus oberösterreichischen Schulen suspendiert, um genau zu sein 587 Kinder und Jugendliche.
„Das sind Schüler:innen, die zwar die Konsequenzen für ihr Verhalten tragen müssen und auch sollten – aber eigentlich ist es unsere Arbeit in der Politik überhaupt zu verhindern, dass es so weit kommt. Und wo es doch dazu kommt, dürfen wir die betroffenen Kinder und Jugendlichen auch während einer Suspendierung nicht allein lassen. Dafür könnte die Schulsozialarbeit sorgen. Ich darf einmal mehr daran erinnern, dass die Aufstockung der Sozialarbeiter:innen auf 100 Vollzeitkräfte bereits seit 2009 Beschlusslage des Landtags ist. ÖVP-Bildungsverantwortliche haben es nach mehr als 15 Jahren nicht geschafft, den Beschluss wie vorgesehen umzusetzen, uns fehlen dazu nach wie vor 38. Die Anzahl stagniert nun seit Jahren“, unterstreicht SPÖ-Bildungssprecherin Doris Margreiter.
Aufstockung auf 100 Dienstposten bereits 2009 beschlossen
Die Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche in Konfliktsituationen sowie bei Integrationsproblemen. Schon 2009 – bei der Schaffung der Schulsozialarbeit – wurde ein Ausbau auf 100 Dienstposten bis Ende 2013 einstimmig im Landtag beschlossen. „Es liegt auf der Hand, dass der Ausbau der Schulsozialarbeit einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Suspendierungen bringt und somit dazu beiträgt, dass Schüler:innen den Anschluss an den Schulstoff und im schlimmsten Fall ein Schuljahr, durch eine Suspendierung nicht verlieren“, betont Margreiter.
Lehrkräftemangel muss ernst genommen werden
Margreiter weist seit Jahren auf die Probleme im Bildungsbereich hin und legt dazu immer wieder konkrete Lösungsvorschläge vor. Der Ausbau der Schulsozialarbeit ist einer davon. Auch beim Personal spitzt sich die Lage weiter zu. In vier Wochen beginnt in Oberösterreich das neue Schuljahr, doch derzeit sind noch immer 162 Lehrerstellen unbesetzt. Damit liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich auf Platz acht, nur in Vorarlberg ist der Mangel an Pädagog:innen noch größer. „Angesichts des Lehrkräftemangels ist es unerlässlich, im Bereich der Schulsozialarbeit als Präventionsstrategie zu agieren, um Lehrkräfte über die gesamte Arbeitslaufbahn im Job zu halten und vor allem Interessierte nicht abzuschrecken“, so Margreiter abschließend.