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Es braucht einen Startschuss für Hitzeschutz in Schulen, Kindergärten und Pflegeheimen

6. Juli 2026

Es braucht einen Startschuss für Hitzeschutz in Schulen, Kindergärten und Pflegeheimen

Kinder, Kranke, Ältere dürfen genauso wie die Gemeinden nicht mit der Hitze in Gebäuden im Stich gelassen werden!

Engleitner-Neu

„Ende Juni hat uns die Hitzewelle mit voller Wucht gezeigt, wie sich das Klima wandelt: In Linz wurde mit 39,3 Grad ein neuer Allzeit-Höchstwert gemessen. Wer glaubt, das sei ein einmaliger Ausreißer, irrt sich. Wir müssen jetzt handeln, damit unsere Kindergärten, Schulen und Pflegeheime für diese Realität gerüstet sind“, betont SPÖ-Klubvorsitzende und Sozialsprecherin Sabine Engleitner-Neu. Die SPÖ bringt für den Landtag einen dringlichen Initiativantrag für ein umfassendes Hitzeschutzpaket ein. Die Landesregierung soll ein Investitionsförderpaket im Ausmaß von 100 Millionen Euro schnüren, um kommunale Einrichtungen in allen 438 oberösterreichischen Gemeinden vor den Folgen der Hitze zu schützen.

Wer und wie soll vor Hitze geschützt werden

Besonders betroffen von extremer Hitze sind vulnerable Gruppen wie (Klein-)Kinder, Pflegebedürftige, Kranke und ältere Menschen, wenn sie sich in aufgeheizten Gebäuden aufhalten müssen. Kindergärten und Krabbelstuben, Schulen, Alten- und Pflegeheime sowie soziale Einrichtungen müssen daher baulich an die klimatischen Bedingungen angepasst werden. Dazu zählen etwa Dämmung, außenliegender Sonnenschutz und, wo notwendig, technische Kühlung, ebenso wie die Begrünung der Umgebung. Auch im Nahebereich überhitzter Gebäude und Plätze, etwa in Innenhöfen, auf Spielplätzen, an Bushaltestellen oder auf Parkplätzen braucht es kühle Rückzugsorte.

Gemeinden fehlt das Geld für die notwendigen Investitionen

„Die Gemeinden stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Dringend notwendige Investitionen in den Hitzeschutz müssen deshalb immer wieder aufgeschoben werden. Besonders bitter ist, dass sogar bei Neubauprojekten gebäudekühlende Maßnahmen im Kostendämpfungsverfahren gestrichen werden“, kritisiert Engleitner-Neu. Die SPÖ fordert daher verbindliche Hitzeschutzstandards für Neubau und Sanierung sowie einen finanziellen Impuls des Landes, der es jeder Gemeinde in Oberösterreich ermöglicht, Hitzehotspots zu entschärfen. „Klimaanpassung darf keine Frage des Gemeindebudgets sein. Das Land muss hier rasch und verlässlich eine Unterstützung zusichern, gerade jetzt wo das Problem für alle ersichtlich ist, damit man nächsten Sommer schon einen Schritt näher Richtung ‚hitzefit‘ ist“, so Engleitner-Neu abschließend.

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