LRH-Bericht und Rummel-Wiederbestellung zeigen Verbesserungspotenzial in der Landespersonalpolitik
Ordentliche Nachbesetzungen sollten bei Landeshauptmann Stelzer höhere Priorität haben
SPÖ-Personalsprecherin Heitz
Dass das Ressort von Landeshauptmann Stelzer, der an der Bruckneruni gegen den Willen des Universitätssenats einen Rektor durchsetzt, gleichzeitig bei der strukturierten Nachwuchsentwicklung in Führungspositionen noch weiter an der Umsetzung arbeiten muss, wirft grundlegende Fragen zur Personalpolitik des Landes auf. Wer machtpolitische Interessen über fachliche Expertise stellt, verliert Glaubwürdigkeit als Personalreferent. „Von einem Personalreferenten erwarte ich, dass er intern wie extern Personalentscheidungen nach fachlichen Kriterien trifft. Denn an der Bruckneruni wird der Wille des Senats ignoriert. Der LRH-Bericht gibt außerdem Auskunft darüber, dass das Programm zur Führungskräfteentwicklung noch nicht begonnen hat. Es gibt also auf jeden Fall Verbesserungspotenzial, damit man von verantwortungsvoller Personalpolitik sprechen kann“, so Landtagsabgeordnete Renate Heitz. Der LRH-Bericht zeigt nämlich, dass auch intern die Personalpolitik des Landes noch Schwächen hat. Der aktuelle Folgeprüfungsbericht des Landesrechnungshofs zur Entwicklung des Führungskräftenachwuchses zeigt, dass die Umsetzung der entsprechenden Empfehlungen noch Zeit braucht. Trotz einer bereits im Juni 2025 beschlossenen Empfehlung zur kurzfristigen Weiterentwicklung der Nachwuchsführungskräfteentwicklung startet der erste Programmdurchgang erst im Oktober 2026, mehr als ein Jahr später. Es bleibt abzuwarten, ob messbare Erfolgskriterien, etwa Besetzungsquoten aus dem Nachwuchspool, vorhanden sein werden.
Letzte Taten zur Wiederbestellung
Heute soll die Landesregierung die Wiederbestellung von Rektor Rummel an der Bruckneruni beschließen. Landesrat Martin Winkler wird dem, genau so wie seine SPÖ-Kollegin Renate Heitz im Universitätsrat, nicht zustimmen.