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Zunehmender Druck durch Zweitwohnsitze gefährdet Oberösterreichs Tourismus-Wertschöpfung

29. Mai 2026

Zunehmender Druck durch Zweitwohnsitze gefährdet Oberösterreichs Tourismus-Wertschöpfung

Einzelne Regionen retten OÖ-Zahlen – detaillierte Auswertung bei Nächtigungen muss trotz Verbandsfusionen erhalten bleiben

SP-Landtagsabgeordneter Mario Haas

Im Zusammenhang mit den Beratungen des OÖ. Tourismusberichtes 2025 im Landtagsausschuss sieht SPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Haas einen bedenklichen Trend gleich in mehreren Punkten. Die Nächtigungen in Oberösterreich stiegen im Berichtsjahr leicht um 0,4 Prozent, was der niedrigste Zuwachs aller Bundesländer ist. „Man sieht hier klar den Trend zum Tagestourismus, der um 2,7 Prozent stieg aber unterm Strich weniger Wertschöpfung bringt. Mit der Verunmöglichung neuer Hotelprojekte wird es zu keinem Turnaround kommen. Denn gerade Regionen, wie rund um den Attersee, die von mehr und mehr Zweitwohnsitzen geprägt sind, fallen folglich bei den Nächtigungen zurück. Tourismuslandesrat Achleitner ist gefordert, die richtigen Schlüsse zu ziehen, insbesondere was seine Zuständigkeit für Raumordnung angeht“, leitet Haas ab.

Salzkammergut rettet landesweiten Schnitt an Nächtigungen und Ankünften

Besonders drastisch zeigt sich die einsetzende Schieflage Oberösterreichs, wenn man die starken Tourismus-Zugpferde des Landes herausrechnen würde. Ohne die starken Ergebnisse der Regionen „Bad Ischl“, „Inneres Salzkammergut“ und „Pyhrn-Priel“ wäre der landesweite Schnitt in Oberösterreich bei den Nächtigungszahlen deutlich schlechter. Diese regionalen Ausreißer nach oben verschleiern derzeit das reale Minus in anderen Teilen des Bundeslandes und zeigen, wie ungleichmäßig die Wertschöpfung verteilt ist.

Ohne Zahlen keine Ansatzpunkte für politische Maßnahmen

Mit den künftigen Berichten ab 2027 wird auch die neue geografische Struktur mit den neuen Verbandsstrukturen bei den Statistiken Einzug halten, was eine Vergleichbarkeit für politische Entscheidungen aufgrund der riesigen Gebiete erschwert. „Eine gemeindeweise Darstellung über die Ankünfte und Nächtigungen wäre definitiv auch künftig notwendig, damit lokale Entwicklungen sichtbar blieben und konkrete Handlungsableitungen getroffen werden können“, warnt SPÖ-Politiker Mario Haas vor einer schwindenden Datendichte. Dadurch gehen Möglichkeiten zur politischen Steuerung und Attraktivierung verloren.

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