Nachtflüge ab September: Richtig, aber überfällig
Die Umsetzung muss jetzt stimmen, nehmen wir uns ein Vorbild an Dänemark!
SPÖ-Gesundheitssprecher Binder
Ab 25. September soll der Rettungshubschrauber in Suben 24/7 im Einsatz sein. Das Land Oberösterreich investiert dafür 2,25 Millionen Euro pro Jahr. Für die SPÖ ist das ein notwendiger Schritt, der allerdings schon längst hätte kommen müssen.
„Dass ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder ein schwerer Unfall auch nachts passieren kann, ist keine neue Erkenntnis. In Dänemark wurde daraus bereits 2014 Konsequenz gezogen. In Oberösterreich wird diese Lücke erst jetzt, über ein Jahrzehnt später, versucht zu schließen. In Dänemark hat man mit einer Änderung im Bundesgesetz die Umsetzung innerhalb gut eines Jahres an vier Standorten für eine 24/7-Versorgung geschaffen“, das ließ Dr. Matthias Giebner letzte Woche die Teilnehmenden bei einem Pressegespräch mit dem SPÖ-Klub wissen.
„Der Start im September darf keinesfalls an technischen oder organisatorischen Hürden scheitern. Wir empfehlen, beim Vorbild Dänemark genau hinzuschauen und nicht erst dann zu reagieren, wenn es wieder zu spät ist“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Binder. „Den Dank des ÖAMTC an die Politik nehmen wir gerne an. Er gilt ebenso den 13.000 Bürgerinnen und Bürgern, die für einen Herzkatheter in Braunau unterschrieben haben, und den Gemeinden, die mit Resolutionen Druck gemacht haben für eine bessere Gesundheitsversorgung im Innviertel. Die SPÖ hat klar betont: Hubschrauber und Herzkatheter sind keine Alternativen, sondern ergänzen einander. Das Innviertel braucht beides für eine vollständige Notfallversorgung. Der Notfallhubschrauber ist eine längst überfällige Maßnahme für alle Randgebiete in Oberösterreich. Wir werden genau hinschauen, ob der 25. September hält, was er verspricht“, so Binder abschließend.