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SPÖ fordert im Landtag: OÖ soll Pilotregion für psychotherapeutische Nahversorgung werden

18. Mai 2026

SPÖ fordert im Landtag: OÖ soll Pilotregion für psychotherapeutische Nahversorgung werden

Erstgespräch binnen 14 Tagen – frühe Hilfe spart Leid und Kosten

Psychische Belastungen enden in Oberösterreich zunehmend in Gewalttaten. Die jüngsten Vorfälle im Land machen deutlich, was passiert, wenn Betroffene zu spät oder gar keine Hilfe bekommen. Die SPÖ setzt daher am Donnerstag in der Landtagssitzung einen konkreten Schritt: Ein Antrag fordert die Oö. Landesregierung auf, gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) Oberösterreich zur Pilotregion für ein neues psychotherapeutisches Nahversorgungsmodell zu machen. Menschen in belasteten Situationen sollen damit binnen 14 Tagen Zugang zu einem Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten erhalten. „Wir reden seit Jahren über Reformen im psychischen Gesundheitsbereich. Jetzt ist der Moment zu handeln! Oberösterreich hat die Chance, Vorreiterin zu werden, mit einem Modell, das bereits von ÖGK und Gesundheit Österreich grundsätzlich befürwortet wird“, betont SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder.

Früh helfen statt teuer behandeln

Das vom ÖBVP entwickelte Konzept sieht einen klar strukturierten Prozess vor: vom digitalen Erstkontakt über eine psychotherapeutische Sprechstunde bis zur passgenauen Weiterbehandlung. Stationäre Aufenthalte würden damit auf schwere Fälle reduziert.

„Frühe Intervention ist nicht nur menschlich geboten, sie ist auch wirtschaftlich klug. Eine zeitnahe Therapie kostet im Schnitt 2.270 Euro. Bei Chronifizierung können die Folgekosten auf über 80.000 Euro pro Fall ansteigen, ein Verhältnis von 1 zu 35. Eine große deutsche Studie belegt zudem, dass rechtzeitige Psychotherapie Krankenstände um 40 Prozent senkt“, so Binder.

„Durch die Kassenfusion hat Oberösterreich rund 500 Millionen Euro an Gesundheitsgeldern verloren. Diese müssen zurückgeholt werden und genau für solche Projekte eingesetzt werden, die Prävention vorantreiben und das oberösterreichische Gesundheitswesen wieder zu einem funktionierenden machen“, fordert Binder abschließend.

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