OÖ Arbeitsmarkt im März: Lehrlinge bleiben Sorgenkinder – doch Landeskoalition schaut weg
Die Landespolitik kann mit Lehrlingsfonds der Jugend wieder neue Perspektive geben
SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller
In den aktuellen Arbeitsmarktzahlen des AMS Oberösterreich schreiben sich die Problemfelder der letzten Monate fort. Das Konjunkturwachstum ist zu gering, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu senken und vor allem der Lehrstellenmarkt verschärft sich seit Monaten im Vorjahresvergleich weiter. Im abgelaufenen Monat suchten 2.312 Jugendliche eine Lehrstelle, das sind 203 mehr als im März 2025. „Als Landesbürger würde man sich bei einer derart dramatischen Tendenz entschlossenes Handeln der Verantwortlichen im Land erwarten, um unseren arbeitswilligen Jugendlichen die Zukunft zu retten. Doch leider legt unsere Landhauskoalition die Hände in den Schoß und hat erst im jüngsten Landtagsausschuss den SPÖ-Vorstoß für einen echten Lehrlingsfonds endgültig beerdigt. Das ist absolut der falsche Weg zur falschen Zeit“, kommentiert SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller die aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt.
Trotz besseren Wissens stellen ÖVP und FPÖ einen Lehrlingsfonds als Belastung dar
Wer Lehrlinge ausbildet, trägt das Risiko – wer nicht ausbildet, kassiert den Nutzen. Dieses System will die SPÖ gemeinsam mit den Sozialpartnern über einen Lehrlingsfonds zum Vorteil arbeitssuchender Jugendlicher und für die gesicherte Fachkräfteversorgung von morgen überdenken. „Ein solidarisch getragener Ausbildungsfonds, in den alle Unternehmen mit Fachkräftebedarf einzahlen, schafft faire Bedingungen für die ausbildenden Unternehmen und setzt die richtigen Anreize. Hier geht es um tausende junger Menschen mit einem Berufswunsch und einer Zukunft, die wir zum Besseren mitgestalten können. ÖVP und FPÖ haben im Landtag den SPÖ-Antrag für einen Lehrlingsfonds jedoch abgelehnt – mit der Begründung, das wäre eine Belastung für die Wirtschaft, obwohl klarerweise das Gegenteil der Fall ist“, so Schaller abschließend.