VP/FP beschließt 5-Jahres-Planung der Spitäler ohne neue Geschäftsführungen zu hören
Es wäre fahrlässig, diesem Zahlenwerk zuzustimmen
SPÖ Binder
„Dieses Zahlenwerk nimmt die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich nicht ernst. Es fehlt an zusätzlichen Ausbildungsplätzen für neue Ärzte. Die immer älter werdende Bevölkerung ist nicht ausreichend berücksichtigt. Das ist fahrlässig“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder zum heute im Finanzausschuss präsentierten Mittelfristplan des Kepler Universitätsklinikums und der Gesundheitsholding. Es wäre fahrlässig, einem Plan zuzustimmen, der auf wackeligen Grundlagen steht. Binder kritisierte vor allem, dass der Mittelfristplan der neuen Führung unter Gesundheitsholding-Geschäftsführer Königswieser und KUK-Geschäftsführer Lukas einfach fortgeschrieben wurde, ohne neue Entwicklungen oder kommende Herausforderungen zu berücksichtigen. Als konkretes Beispiel gilt die Gewaltambulanz, die im Plan noch nicht einmal mitberücksichtigt ist. „Das ist ein mutloses Weiterschreiben und das kann keine Grundlage für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in Oberösterreich sein“, betont Binder.
Die oö. Gemeinden tragen mit 557 Millionen Euro österreichweit die höchste Gesundheitslast aller Gemeinden (Statistik Austria). „Die Zahlungsströme rund um Krankenanstaltenbeiträge und Pflegefinanzierung müssen auf den Prüfstand. Die Anteile der oö. Gemeinden sind viel zu hoch. Auch aus diesem Grund kann ich den Mittelfristplan nicht akzeptieren“, ergänzt der SPÖ-Gesundheitssprecher. „Im Mittelfristplan enthalten sein sollten eigentlich tragfähige Strategien und Projekte, die das Gesundheitssystem nachhaltig stärken, wie Erstversorgungsambulanzen oder der strukturierte Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie“, so Binder abschließend.