LRH-Prüfung Eurothermen: Landeseigene Thermen brauchen eine Strategie für die Zukunft
Es finden sich Licht und Schatten im Landesrechnungshofbericht zur Eurothermen-Gruppe
SPÖ-Margreiter
Die Eurothermen-Gruppe ist unbestreitbar ein wichtiger Tourismusbetrieb und Arbeitgeber in Oberösterreich – mit rund 1,3 Millionen Gästen jährlich und 663 Vollzeitarbeitsplätzen. Umso wichtiger wäre es, diesen Leitbetrieb auf ein solides strategisches Fundament zu stellen. Der aktuelle Prüfbericht des Oö. Landesrechnungshofs zeigt jedoch: Die letzte Gesamtstrategie für die landeseigene Gruppe stammt aus dem Jahr 2006 – und das, obwohl sich die Rahmenbedingungen seither grundlegend verändert haben. Dabei beweist die Eurothermen-Gruppe durchaus, dass die Führung öffentlicher Unternehmen mit regionalem Mehrwert gelingen kann. „Diese positiven Learnings sollten auch auf andere touristische Leitbetriebe wie den Kasberg übertragen werden – das wäre ein wichtiger strategischer Schritt für Oberösterreich“, so SPÖ-Tourismussprecherin Doris Margreiter.
Bad Hall neu ausrichten und zukunftsfit bleiben
Besonders der Standort Bad Hall schreibt aber seit 2020 durchgehend Verluste und ist auf laufende Unterstützung des Landes angewiesen. Der LRH empfiehlt dringend eine strategische Neuausrichtung und mahnt, finanzielle Unterstützung künftig an tragfähige Konzepte zu knüpfen. „Was nicht passieren darf ist, dass die Landesregierung zuschaut, während ein landeseigener Betrieb Verlust um Verlust schreibt. Diesem Handlungsbedarf muss das Land dringend nachgehen, damit die Eurothermen-Gruppe weiterhin als Vorzeigebetrieb mit öffentlicher Beteiligung gilt“, betont Margreiter.
Auch beim Klimaschutz klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander: Trotz des selbst gesteckten Ziels der Klimaneutralität bis 2040 hat nur Bad Schallerbach konkrete Mittel für Energiesparmaßnahmen eingeplant.
„Es braucht jetzt eine klare Gesamtstrategie, Investitionen in den Klimaschutz und ein tragfähiges Konzept – vor allem auch für den Standort Bad Hall. Kurz: Die Thermen müssen zukunftsfit bleiben“, so Margreiter abschließend.