Ungewisse Hubschrauberversorgung in Suben unterstreicht Bedarf an Herzkatheter im Innviertel
VP muss das Innviertel endlich ernst nehmen
SPÖ-LAbg. Knauseder
Der heutige Bericht, wonach der Betrieb eines nachtflugtauglichen Hubschraubers in Suben nach wie vor nicht gesichert ist, bestätigt für die Braunauer SPÖ-Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder alle bisherigen Befürchtungen betreffend die Herzversorgung im Innviertel: „Wie zu erwarten war, hat die angekündigte Aufarbeitung der tragischen Vorkommnisse rund um eine Herzpatientin am LKH Rohrbach im Herbst durch Gesundheitsreferentin Haberlander so schnell nichts an der Versorgungssituation von Herzpatient:innen in unserer Region verbessert. Auch kann ein Hubschrauber niemals ein vollwertiger Ersatz sein, da sich Notfälle nicht am Wetterbericht orientieren. Deshalb bleibt meine Forderung nach einer regionalen Herzversorgung mit einem Herzkatheter-Standort am Krankenhaus Braunau mehr denn je aufrecht“. Sie verweist auf die mehr als 13.000 Unterschriften aus der Region und die Resolutionen einzelner Gemeinden wie Polling, welche am Donnerstag im Petitionsausschuss des Landtags diskutiert wird.
Fehlende Pilot:innen und offene Finanzierung aus Bayern
Haberlander hat es sich zu leicht gemacht und wollte das Thema Herzkatheter in einem Aufwaschen mit einer Rund-um-die-Uhr-Hubschrauber-Bereitschaft vom Tisch wischen. Nun sind die angeblich günstigen und raschen Lösungen dennoch in weite Ferne gerückt, da ganz einfach die nachtfluggeschulten Pilot:innen fehlen und eine Mitfinanzierung aus Bayern immer noch in der Luft hängt. „Generell darf man bezweifeln, dass die Notfallversorgung im Innviertel für unsere bayrischen Nachbarn jemals jene Dringlichkeit haben wird, den sich oberösterreichische Landsleute von ihrer Landesregierung zurecht erwarten. Deshalb muss das Projekt Herzkatheter weiterverfolgt und parallel zur Hubschrauberbereitschaft zügig umgesetzt werden“, spricht sich Knauseder für ein sowohl-als-auch aus.