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SPÖ-Anfrage zur Sozialhilfe beweist: Arbeit schützt nicht vor Armut

18. März 2026

SPÖ-Anfrage zur Sozialhilfe beweist: Arbeit schützt nicht vor Armut

Anfrage-Daten zeigen: Die weitere Verschärfung der bereits niedrigsten Sozialhilfe ist der falsche Weg

SPÖ-Engleitner-Neu

„Oberösterreich hatte schon bislang die niedrigste Sozialhilfe aller Bundesländer ausbezahlt und mit der ab Februar in Kraft getretenen Novelle kamen weitere Verschärfungen“, kritisiert SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Engleitner-Neu. Die Beantwortung einer SPÖ-Anfrage an das Sozialressort bestätigt nun: Die Gesetzesnovelle zum Sozialhilfe-Ausführungsgesetz ist überzogen. Und das, obwohl die Auswirkungen der besonders restriktiven Regelungen in den vorliegenden Zahlen noch gar nicht sichtbar sind. Der Vergleich der Anfragebeantwortungen für 2024 und 2025 zeichnet dabei ein klares Bild: Die Gesamtzahl der Bezieher:innen ist mit 9.186 (2024) auf 9.195 (2025) trotz angespannter Wirtschaftslage nahezu stabil geblieben. Es gab also kaum eine Ausweitung des Bezieher:innenkreises. „VP und FP sollten einen genauen Blick auf ihre eigenen Zahlen werfen – und zwar auch im Jahresvergleich“, mahnt Engleitner-Neu. Unter den Zahlen verbergen sich bedenkliche Verschiebungen: Die Zahl der sogenannten „Aufstocker:innen“ – Menschen, die ergänzend zu einer AMS-Leistung Sozialhilfe beziehen – stieg von 1.883 auf 2.091, ein Plus von 11 Prozent.

Fast 1.000 Menschen trotz Arbeit auf Sozialhilfe angewiesen

Noch deutlicher ist der Anstieg bei den „Working Poor“: 840 Personen waren 2024 trotz Erwerbseinkommen auf Sozialhilfe angewiesen, 2025 bereits 980 – ein Anstieg von fast 17 Prozent. „Diese Zahlen zeigen: Das Problem liegt nicht in mangelnder Arbeitswilligkeit, sondern in zu niedrigen Löhnen und steigenden Lebenshaltungskosten. Wer trotz Arbeit nicht über die Runden kommt, braucht Unterstützung – keine Sanktionen“, so Engleitner-Neu.

Ein Drittel der Bezieher:innen sind Kinder

Dörfels eigene Zahlen belegen zudem, dass von den 9.195 Sozialhilfebezieher:innen im Jahr 2025 nur ein kleiner Teil überhaupt als uneingeschränkt arbeitsfähig gilt. Allein 2.808 der Bezieher:innen sind Kinder unter 15 Jahren – das entspricht rund einem Drittel. Weitere 656 Personen sind über 65 Jahre alt. „Viele Sozialhilfebezieher:innen stehen dem Arbeitsmarkt zudem aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Betreuungspflichten nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Pauschal Druck auszuüben, auch auf jene, die gar nicht arbeiten können, kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Sozialhilfe ist das letzte soziale Auffangnetz. Ziel muss sein, dass hier niemand durchrutscht. Die Novelle muss deshalb unbedingt evaluiert werden“, so Engleitner-Neu abschließend.

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