Maßnahmen zur Verbesserung der Lesekompetenz
Die Oö. Landesregierung wird aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu setzen, um die Lesekompetenz der oberösterreichischen Schüler:innen nachhaltig zu verbessern und dabei einen Schwerpunkt auf Volksschulen mit herausfordernder sozioökonomischen Ausgangslage zu legen.
Begründung
Laut dem jüngsten Bundesergebnisbericht des Instituts des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen schneidet Oberösterreich im Kompetenzbereich Lesen am Ende der Volksschule im Bundesländervergleich mittelmäßig ab. 40% der oberösterreichischen Schüler:innen erreichen die Bildungsstandards beim Lesen am Ende der 4. Schulstufe nicht oder nur teilweise. Mit Wels und Traun liegen beim Lesen zudem zwei oberösterreichische Städte mit deutlichem Abstand österreichweit an letzter Stelle. Lesen ist die Voraussetzung dafür, Informationen zu verstehen, Wissen zu erwerben und erfolgreich an schulischer sowie gesellschaftlicher Bildung teilzuhaben. In der Vergangenheit hat sich das Land Oberösterreich mit Leseinitiativen und der Installierung eines Lesekompetenzzentrum Oberösterreich aktiv darum bemüht, die Lesekompetenz unserer Kinder zu stärken. Aufgrund der besorgniserregenden Ergebnisse der jüngsten Kompetenzmessung, scheinen weitere Initiativen des Landes Oberösterreichs notwendig. Die Oö. Landesregierung wird aufgefordert, mit geeigneten Maßnahmen wie insbesondere zusätzliche (Personal-)Ressourcen und Weiterbildungen, die Lesekompetenz der oberösterreichischen Schüler:innen zu verbessern. Da heute leider immer noch die soziale Herkunft, insbesondere der Bildungsstand sowie Erwerbsstatuts und Einkommen der Eltern, maßgeblich über den Bildungserfolg von Kindern entscheidet, soll die Landesregierung dabei einen Schwerpunkt auf Volksschulen mit niedriger sozioökonomischer Ausgangslage legen.