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Lehrlinge haben es immer schwerer am oberösterreichischen Arbeitsmarkt

2. März 2026

Lehrlinge haben es immer schwerer am oberösterreichischen Arbeitsmarkt

Die Landespolitik muss jetzt handeln, bevor eine ganze Generation ohne Perspektive dasteht

SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Schaller

Die Lage am oberösterreichischen Lehrstellenmarkt verschärft sich dramatisch. Aktuell sind im Februar 2026 insgesamt 45.816 Personen in Oberösterreich arbeitslos, und die Situation für Jugendliche wird zunehmend besorgniserregend. Bereits im Jänner suchten 2.355 junge Menschen eine Lehrstelle, im Februar stieg diese Zahl um weitere rund 100 an. Das entspricht einem Anstieg von 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist der höchste Zuwachs unter allen österreichischen Bundesländern. 1.041 dieser Jugendlichen sind sofort verfügbar und warten dringend auf einen Ausbildungsplatz.

Gleichzeitig bricht das Angebot ein: Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen in Oberösterreich ist auf 1.280 gesunken, ein Rückgang von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Weniger Lehrstellen sind ein klares Signal, dass das Vertrauen der Unternehmen in die wirtschaftliche Zukunft schwindet. Genau jetzt wäre es Aufgabe der Landespolitik, mit gezielten Investitionen gegenzusteuern und Arbeitsplätze zu sichern sowie jungen Menschen eine echte Perspektive zu geben“, betont SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller.

Auch beim Wohnen lässt OÖ seine Lehrlinge im Stich

Verschärft wird die Lage durch das Thema Wohnen. Wer für seine Wunschlehrstelle einen Zweitwohnsitz benötigt, scheitert oft an den heutigen Mietpreisen. Die SPÖ forderte die schwarz-blaue Landesregierung zuletzt auf, Konzepte für leistbares Wohnen für Lehrlinge zu entwickeln. Der Antrag wurde abgelehnt, obwohl andere Bundesländer Lehrlinge längst mit Wohnzuschüssen von bis zu 2.800 Euro pro Jahr unterstützen. „Oberösterreich rühmt sich gerne als Lehrlingsbundesland Nummer 1, lässt aber genau diese jungen Menschen im Stich – auch wenn es ums Wohnen geht“, kritisiert Schaller. Eine IFES-Studie vom November 2025 unterstreicht das: 60 Prozent der Unter-30-Jährigen zweifeln daran, dass leistbares Wohnen ein echtes Anliegen der Landesregierung ist. „Es muss hier eine Kehrtwende geben, und zwar jetzt“, so Schaller abschließend.

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