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Gesundheitsausschuss: SPÖ will bei OP-Wartezeiten endlich Transparenz für alle Oberösterreicher:innen

25. Februar 2026

Gesundheitsausschuss: SPÖ will bei OP-Wartezeiten endlich Transparenz für alle Oberösterreicher:innen

Die Daten liegen vor, sie müssen nur veröffentlicht werden!

SPÖ-Gesundheitssprecher Binder

Wie lange muss ich auf meine Operation warten? Geht es in einem anderen Krankenhaus schneller? Fragen wie diese stellen sich viele Oberösterreicher:innen – und bekommen derzeit kaum befriedigende Antworten. Die SPÖ will das ändern: Ein Initiativantrag der SPÖ, der mehr Transparenz bei OP-Wartezeiten fordert, wird am Donnerstag erstmals im Gesundheitsausschuss des Oö. Landtags behandelt. Ziel ist es, dass Wartelistendaten aller Fondskrankenanstalten künftig auf einer zentralen Plattform des Landes monatlich veröffentlicht werden.

Die Daten existieren, nur öffentlich sind sie nicht

Die nötigen Informationen werden von den Krankenhäusern bereits heute gesammelt. Laut § 28a Oö. Krankenanstaltengesetz sind alle öffentlichen und gemeinnützigen Krankenanstalten schon jetzt verpflichtet, Wartelisten zu führen. Diese zeichnen die Zahl der vorgemerkten Patient:innen pro Abteilung und ob sie Sonderklassepatient:innen sind oder nicht auf. „Es braucht keinen zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Die Daten sind da. Es fehlt nur der politische Wille, sie der Bevölkerung zugänglich zu machen“, kritisiert Binder.

Wartezeiten steigen – und nicht für alle gleich

Dabei sind die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren auf bis zu 87 Wochen gestiegen. Hinzu kommt eine wachsende Ungleichheit: Privatversicherte kommen nachweislich schneller zum Zug als Kassenpatient:innen. Selbst eine informierte Entscheidung über die Wahl des Krankenhauses ist derzeit kaum möglich: Auf den einzelnen Krankenhaus-Homepages werden lediglich durchschnittliche Wartezeiten veröffentlicht, und das nur zweimal im Jahr. Genau diese Intransparenz aber befeuert die Ungleichheit im System: Sie spaltet die Patientenströme in jene mit E-Card, Zusatzversicherung oder anderen Zugangsmöglichkeiten, anstatt sie zu ordnen. Die SPÖ setzt dem ein klares Prinzip entgegen: Ordnen statt Spalten. Die SPÖ fordert deshalb eine zentrale Plattform des Landes Oberösterreich, auf der alle Fondskrankenanstalten ihre Wartelistendaten monatlich aktualisiert veröffentlichen. Dass das sinnvoll wäre, hatte der Landesrechnungshof übrigens bereits in seiner Prüfung aus dem Jahr 2016 festgehalten.

„Wer weiß, wie viele Menschen in einem bestimmten Spital bereits auf denselben Eingriff warten, kann nicht nur die eigene Wartezeit besser einschätzen, sondern auch gezielt das Krankenhaus wählen. Das ist echte Selbstermächtigung für Patient:innen – und ein konstruktiver Beitrag zur oft geforderten Patientenlenkung: Transparenz ordnet die Patientenströme, anstatt sie nach Geldbörse oder Versicherungsstatus zu spalten“, so Binder abschließend.

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