KUK-Fall macht deutlich: Sonderprüfung der Krankenanstalten ist richtig und wichtig
Wie konnte es so weit kommen?
SPÖ-Binder zum Gesundheitssystem
Der tragische Fall einer jungen Frau, der im Kepler Universitätsklinikum fälschlicherweise die gesunde Gebärmutter entfernt wurde, bewegt erneut zutiefst. „Wie konnte es so weit kommen?“, fragen sich viele – und diese Frage steht stellvertretend für viele Probleme im System. „Wie konnte es so weit kommen, dass Patient:innen monatelang auf Operationen warten müssen? Wie konnte es so weit kommen, dass trotz Rekordzahlen bei Personal und Budget die Versorgung nicht besser wird? Hinter jedem Einzelfall und hinter jeder Warteliste stehen Menschen, die unter einem System leiden, das dringend geprüft werden muss“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Binder.
Landesrechnungshof prüft
Die SPÖ hat deshalb gemeinsam mit GRÜNE und NEOS die Sonderprüfung durch den Landesrechnungshof gefordert, diese wird nun durchgeführt. „Weder das engagierte Personal noch die Patient:innen dürfen weiter unter fehlerhafter Steuerung leiden“, betont Binder. Die Prüfung soll klären: Basieren Planungen auf fundierten Daten? Wird Personal nach objektiven Kennzahlen eingesetzt? Werden verfügbare Ressourcen effizient genutzt?
Heute im Landtag: Binder konfrontiert Haberlander mit UKH-Missstand
Ein konkretes Beispiel heute im Landtag zeigt die Dimension des Problems: Binder stellte Gesundheitslandesrätin Haberlander die Frage, warum die Ressourcen des Unfallkrankenhauses Linz nicht zum Abbau der OP-Wartezeiten genutzt werden. Die Antwort war ernüchternd: Haberlander bevorzugt es, Patient:innen kreuz und quer durch Oberösterreich zu schicken, bevor sie im direkt benachbarten UKH versorgt werden. Da stellt man sich erneut die Frage: „Wie konnte es so weit kommen, dass vorhandene Kapazitäten bewusst nicht genutzt werden, während Menschen leiden?“
„Die Sonderprüfung wird zeigen, wo die Probleme liegen – und die Landesregierung wird sich den Ergebnissen stellen müssen“, so Binder abschließend.