SPÖ-Initiativen mit Unterstützung aller Parteien für Sozialarbeit und Gewaltschutz im Landtag
Sozialarbeiter:innen kämpfen seit Jahren für Anerkennung
SPÖ-Engleitner-Neu
Morgen stehen im Oö. Landtag auf Initiative der SPÖ wichtige Sozialthemen auf der Tagesordnung. Neben einer Resolution für ein Berufsregister und Berufsgesetz für Soziale Arbeit geht es auch um die Zukunft des Gewaltpräventionsprojekts „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“.
„Wenn wir morgen im Landtag an einem Strang ziehen und eine gemeinsame Resolution beschließen, erweisen wir den 40.000 Menschen, die österreichweit in der Sozialen Arbeit tätig sind, unsere Wertschätzung. Diese Fachkräfte arbeiten jeden Tag dort, wo unser Sozialstaat sein Herz hat. Ich danke allen Fraktionen für den einstimmigen Beschluss im Ausschuss“, so SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Engleitner-Neu.
Das geforderte Berufsregister soll analog zum Gesundheitsberuferegister Transparenz und Qualitätssicherung gewährleisten. „Das Register und Berufsgesetz definieren Ausbildungsgrundlagen, schaffen Vergleichbarkeit und steigern die Attraktivität des Berufsbildes – gerade in einem Mangelberuf wie diesem“, betont Engleitner-Neu.
Bund hat zugesagt
Ein umfassendes Berufsgesetz soll Handlungsfelder, Ausbildung, Berufspflichten und Beschwerdemöglichkeiten regeln. „Es gibt bereits ein klares Commitment mit dem Bund, dass das passieren wird. Bundesministerin Schumann hat angekündigt, sich für eine rasche Umsetzung einzusetzen. Seit bald 30 Jahren bemühen sich die Berufe der Sozialen Arbeit um diese Absicherung – jetzt muss endlich gehandelt werden“, fordert die SPÖ-Sozialsprecherin.
Ein solches Berufsgesetz ist auch Arbeitsschutz und Qualitätsschutz für die Beschäftigten. „Gerade Jugendliche mit psychischen Problemen werden von dieser professionalisierten Sozialen Arbeit profitieren und bessere Hilfe bekommen“, so Engleitner-Neu.
Gewaltprävention langfristig absichern
Ebenfalls behandelt wird eine Resolution aller Fraktionen zur Finanzierung des Gewaltpräventionsprojekts „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“. Die sechs Standorte in Linz, Wels, Leonding und Perg sind derzeit nur bis Mai bzw. Juni 2026 durch eine Anschubfinanzierung des Bundes gesichert. „StoP leistet mit lokaler, partizipativer Arbeit einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen Männergewalt und hat dafür mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Landesregierung wird ersucht, sich beim Bund für eine vollständige Kostenübernahme einzusetzen. Sollte das nicht gelingen, sehen wir das Land in der Pflicht, dieses wichtige Projekt weiterzuführen“, erklärt Engleitner-Neu abschließend.