Wohnbau: 74 Millionen Euro verfallen – SPÖ bringt Antrag gegen Haimbuchners Untätigkeit ein
Hunderte leistbare Mietwohnungen verloren.
SPÖ-Binder
Während Zehntausende in Oberösterreich händeringend nach leistbarem Wohnraum suchen, sind jetzt bereits 74,4 Millionen Euro aus der „Wohnbaumilliarde“ des Bundes verfallen – Geld, das Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner nicht abgerufen hat. Die SPÖ bringt am Donnerstag nun einen Antrag im Landtag ein.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß des Problems
2024 fehlten netto 57.054 Wohnungen in Oberösterreich. Von den dem Land zustehenden 169,1 Millionen Euro aus dem Wohn- und Baupaket des Bundes sind bereits 32,1 Millionen für 2024 und 42,3 Millionen für 2025 ungenutzt verfallen.
„Seit Monaten weisen wir LH-Stellvertreter Haimbuchner darauf hin, dass uns diese Bundesmittel durch die Finger rinnen. Während die Mieten steigen und Menschen keine leistbare Wohnung finden, passiert nichts“, kritisiert SPÖ-Wohnbausprecher Binder.
SPÖ-Antrag: Wohnbauförderung ausweiten, um Bundesgelder zu sichern
Der Antrag fordert die Ausweitung der Wohnbauförderung für 2026, um die verbleibenden Bundesgelder vollständig abzurufen.
Um die gesetzlich vorgeschriebene Zusätzlichkeit zu gewährleisten, schlägt Binder vor, zusätzliche Wohnbaukapazitäten durch Übertragungsmittel und Rückflüsse aus Wohnbaudarlehen zu finanzieren. „Diese Mittel fließen über Rückzahlungen zurück – eine nachhaltige Investition in leistbares Wohnen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“, so Binder.
Ohne rasches Handeln droht Oberösterreich auch den Großteil der verbliebenen Bundesgelder zu verlieren – ein Versäumnis mit weitreichenden Folgen für die Wohnraumversorgung.
Foto: Land OÖ