SPÖ zeigt auf: Bedarfs- und Entwicklungsplan für Pflege längst überfällig
Oberösterreich braucht endlich eine Gesamtstrategie
SPÖ-Knauseder zur Pflege in OÖ
Landesrat Dörfel betont, jeder soll sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass er gute Pflege und Betreuung bekommt, wenn er sie braucht. Dazu wurde die „Betreuungsarchitektur 2040“ ins Leben gerufen. Der Landesrat möchte die Verantwortung für das Versorgungsnetz unserer älteren Generation auf regionale Sozialträger und ehrenamtliche Strukturen abwälzen. „Eine tickende Zeitbombe, denn dieser Plan geht völlig in die falsche Richtung: Das Land sollte nicht weniger, sondern mehr dafür tun, dass die Öberösterreicher:innen ihren Lebensabend genießen können“, kritisiert SPÖ-Pflegesprecherin Knauseder. „In Wirklichkeit fährt Oberösterreich bei der Verschränkung von Bedarf und Planung aktuell blind“, warnt Pflegesprecherin Knauseder außerdem. Die Erstellung einer neuen Bedarfs- und Entwicklungsplanung (BEP) wird seit Jahren verzögert und soll erst heuer erfolgen. Landesrat Dörfel hat heute zwar das Pflegebudget für 2026 präsentiert – doch alle Handlungsfelder werden isoliert betrachtet, während eine übergreifende Strategie fehlt.
SPÖ-Vision: Gesundheits- und Pflegezentren in jedem Bezirk
„Alle Menschen in Oberösterreich brauchen verlässliche und leistbare Angebote in ihrer Nähe – egal ob in der Stadt oder am Land“, so Knauseder. Die SPÖ fordert deshalb den Ausbau von Schnittstellen, um vorhandene Kapazitäten besser zu nutzen. Wir fordern Gesundheits- und Pflegezentren in jedem Bezirk. Diese sollen mehrere Angebote unter einem Dach bündeln: Primärversorgungszentren, Tagesbetreuung, Angebote für physische und mentale Gesundheit, sowie betreubares Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen mit Nahversorgung. „Laut Christan Dörfel sollte 2025 ein ‚Jahr der Mobilen Dienste‘ sein. Von einer Stärkung dieser zentralen Pflegesäule in OÖ und einer damit verbundenen Entlastung pflegender An- und Zugehöriger ist allerdings kaum etwas spürbar,“ so Knauseder.
Die Herausforderung wächst, aber unsere Versprechen bleiben aufrecht
Die Zahl der über 65-Jährigen steigt massiv. Sie benötigen doppelt so viel medizinische Leistung wie Jüngere. In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren werden die Babyboomer über 65 Jahre alt sein – der Pflegebedarf wird also deutlich zunehmen, nicht sinken. Dörfel muss deshalb weiter nachbessern. „Dennoch werden wir nicht zulassen, dass der 13. und 14. Pensionsbezug zur Pflegefinanzierung herangezogen wird, wie die ÖVP vorschlägt“, stellt Knauseder klar. Auch Pensionist:innen in Pflegeheimen müssen sich noch einen Friseurbesuch oder ein Geburtstagsgeschenk für das Enkelkind leisten können.