SPÖ erhöht Druck: Haimbuchner muss 2026 bei Wohnbeihilfe liefern
2026 muss das Jahr der Wohnbeihilfe-Reform werden.
SPÖ-Binder
Während die Mieten von Rekord zu Rekord steigen, verliert die Wohnbeihilfe immer mehr an Wert. Seit 2010 sind die Landesmittel für diese wichtige Sozialleistung um 30,5 Millionen Euro gesunken, während sich die Inflation (VPI) in dieser Zeit auf 48,3% summiert. Gleichzeitig fallen immer mehr Oberösterreicher:innen aus dem System. „2026 muss das Jahr der Wende werden“, fordert SP-Wohnbausprecher und Landtagspräsident Peter Binder zum Jahresauftakt eine längst überfällige Gesamtreform der Wohnbeihilfe. Binder konkretisiert: „Ermöglichen Sie jungen Menschen den Weg in die Selbstständigkeit und bewahren Sie ältere Menschen vor Altersarmut, Herr Haimbuchner!“
Landesrechnungshof warnt – Haimbuchner ignoriert
Die durchschnittliche Beihilfe stagniert bei mageren 203 Euro für Zweipersonen-Haushalte und 264 Euro für Mehrpersonen-Haushalte – trotz anhaltend hoher Inflation, wie es die Zahlen zur Wohnbeihilfe aus dem 1. Halbjahr 2025 zeigen. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung bei Studierenden: Ihre Zahl ist in den letzten zehn Jahren um über 60 Prozent eingebrochen.
„Seit 2010 haben die Landesmittel für die Wohnbeihilfe fast die Hälfte an Wert verloren. Statt gegenzusteuern, plante das Land für heuer eine weitere Budgetkürzung um 4 Prozent. Das ist das falsche Signal zur falschen Zeit“, kritisiert Binder. Der Landesrechnungshof habe bereits konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet, darunter ein Mietpreismonitoring und soziale Messkriterien. „Was fehlt, ist der politische Wille von Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner, diese Empfehlungen endlich umzusetzen.“
System funktioniert nicht mehr: Jeder Siebte fällt durch
Ein zentrales Problem sieht die SPÖ in den realitätsfernen Mietgrenzen: Jeder siebte Antrag wird abgelehnt, weil die Miete die zulässige Obergrenze von 8 Euro pro Quadratmeter überschreitet. „Viele stellen deshalb gar keinen Antrag mehr, obwohl sie gerade wegen der hohen Miete Unterstützung bräuchten. Am Ende müssen sie bei Lebensmitteln und anderen Grundbedürfnissen sparen. Es ist höchste Zeit, diese realitätsfernen Grenzen anzupassen“, so Binder.
Die SPÖ fordert für 2026 eine umfassende Reform, die jungen Menschen den Weg in die Selbstständigkeit ermöglicht, Alleinerziehende entlastet und ältere Menschen vor Altersarmut bewahrt. „Wir bleiben so lange laut, bis sich etwas bewegt. Die Gesamtreform der Wohnbeihilfe ist unser großes Ziel für das Jahr 2026″, kündigt Binder an.