Frauen in Oberösterreich haben mehr verdient!
Vor dem Hintergrund der zahlreichen frauenpolitischen Herausforderungen in Oberösterreich zeigt sich SPÖ-Frauensprecherin Renate Heitz enttäuscht über das heute präsentierte Frauenbudget für 2025. „Derzeit gibt es immer noch nicht in allen Bezirken eine Frauenübergangswohnung und für wahre Gleichberechtigung müssen auch Männer durch gezielte Projekte stärker miteingebunden werden. Dazu kommen Herausforderungen wie die hohe Teilzeitquote von Frauen in Oberösterreich, das immer noch nicht flächendeckend ausgebaute Kinderbildungsangebot für unter 3-Jährige, die hohen Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Tatsache, dass laut den jüngsten AMS-Arbeitsmarktdaten die Arbeitslosigkeit von Frauen mit 20,3 % stärker gestiegen ist, als jene der Männer mit 19,1 %. Um das Leben von Frauen in Oberösterreich endlich spürbar zu verbessern braucht es politischen Willen, aber es braucht vor allem auch mehr Geld – eine Erhöhung um 1,05 % ist definitiv zu wenig!“, stellt SPÖ-Frauensprecherin Renate Heitz klar und fordert Nachbesserungen im Budget.
Gewaltschutz in Oberösterreich: Derzeit gibt es nicht in jedem Bezirk eine Frauenübergangswohnung
Auf Seite 43 der Frauenstrategie des Landes, die 2018 von der Oö. Landesregierung beschlossen wurde, heißt es: „(…) Nach derzeitigem Stand der Dinge würde das bedeuten: drei Frauenhaus-Neubauten und mindestens eine Frauenübergangswohnung in jedem Bezirk.“ Zwar wurde erst kürzlich die 11. Frauenübergangswohnung eröffnet, dennoch gibt es derzeit nicht in jedem Bezirk eine Frauenübergangswohnung. „Ich möchte in diesem Zusammenhang betonen: Frauenhäuser und Frauenübergangswohnungen erfüllen grundsätzlich unterschiedliche Aufgaben und es braucht ein entsprechendes Angebot von beidem!“, stellt SPÖ-Frauensprecherin Heitz klar.
Fehlendes Kinderbildungs- und -betreuungsangebot drängt Frauen in die Teilzeitfalle
Laut der Kindertagesheimstatistik nimmt Oberösterreich mit einer erweiterten Besuchsquote von 24,5 Prozent die Schlusslichtposition im Bundesländervergleich ein, was die Betreuung von unter 3-Jährigen angeht – österreichweit liegt die Besuchsquote bei 35 Prozent (s. S. 97, Tabelle 18.2). Das dürfte ein Grund für die niedrige Vollzeitquote von Frauen in Oberösterreich sein: Laut dem Frauenmonitor 2024 hat Oberösterreich mit einer Frauenvollzeitquote von 43,7 % die niedrigste im Bundesländervergleich (s. S. 17). Den vorletzten Platz nimmt Oberösterreich hinsichtlich des Einkommensunterschieds zwischen Männern und Frauen ein: Nur in Vorarlberg ist dieser mit 23,4 % höher als in Oberösterreich mit 20,7 %. „Natürlich ist Frauenpolitik als Querschnittsmaterie, die sämtliche gesellschaftliche Bereiche betrifft, zu verstehen. Es ist jedoch die Aufgabe von Frauenreferentin LH-Stv.in Haberlander als für Frauenpolitik verantwortliches Regierungsmitglied Schwerpunkte zu setzen, um das Leben von Frauen spürbar zu verbessern – diese Schwerpunkte fehlen mir im schwarzblauen Landesbudget, aber auch im heute präsentierten Frauenbudget!“, stellt Renate Heitz klar.