SPÖ gegen „Brenner-Basistunnel“ im Warscheneck
Eine klar ablehnende Position bezieht die SPÖ zum geplanten 4,5 km Seilbahntunnel der die beiden Schigebiete Hinterstoder und Wurzeralm verbinden soll. „Dieses in keinem vernünftigen Verhältnis stehende Mammut-Projekt kann niemals wirtschaftlich sein. Auf alle Fälle schadet es dem äußerst schützenswerten Karstgebiet des Warschenecks mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Nicht umsonst hat das Vorgängerprojekt einer Schischaukel über den Berg keine naturschutzrechtliche Genehmigung erhalten“, hält SPÖ-Naturschutzsprecherin Gerda Weichsler-Hauer fest. Nicht einzig und allein die Dimensionen eines Schigebietes sind für seine Nutzung entscheidend, denn vielmehr passende und leistbare Angebote. Dahingehende Investitionen sind jedenfalls zielgerichteter eingesetztes Geld.
Die Projektwerberin, die Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen AG, verspricht sich mit einem Verbindungstunnel zwischen der Frauenkar-Bergstation der Wurzeralm und dem unteren Loigistal in Vorderstoder neue touristische Impulse, die es im erhofften Ausmaß wohl nie geben wird.
„Ein Tunnel auf lediglich 800 Metern Seehöhe würde eine regelmäßige Beschneiung voraussetzen, um maximale Einnahmen erzielen zu können und dadurch wirtschaftlich zu sein. Das ist aus Umweltschutzgründen bedenklich und daher abzulehnen. Mit einer Attraktivierung der derzeitigen Möglichkeiten und ihrer Bewerbung kann man effektiv neue Zielgruppen begeistern und damit auf viel umweltfreundlichere und kostengünstigere Art Potenziale heben“, ist Weichsler-Hauer überzeugt. Zu nötigen Maßnahmen zählen für sie dabei höhere Kinder- und Familienfreundlichkeit und kostengünstige Angebote im Allgemeinen.
Für eine positive, umweltgerechte touristische Weiterentwicklung der Pyhrn-Priel-Region ist die SPÖ zu haben. Derartige fragwürdige Mammutprojekte, die letztlich – um wirtschaftlich geführt zu werden – nur durch horrende Kartenpreise refinanziert werden können, lehnt sie ab.