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Oberösterreich zur Pilotregion für das 1-2-3-Klimaticket machen

Der Oö. Landtag möge beschließen:

Die Oö. Landesregierung wird aufgefordert, das Land Oberösterreich umgehend zu einer Pilotregion des preiswerten 1-2-3-Klimatickets zu machen und so möglichst vielen Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher den raschen Zugang zu preiswertem öffentlichen Verkehr zu eröffnen.

Begründung

Öffentlicher Verkehr ist in Oberösterreich viel teurer als in anderen Bundesländern. Obwohl im ÖVP/FPÖ-Regierungsübereinkommen und im Oö. Landesumweltprogramm enthalten, gibt es nach wie vor kein günstiges Jahresticket für den öffentlichen Verkehr. Beispielsweise kostet eine Jahreskarte für die Strecke von Braunau am Inn Bahnhof nach Linz Hauptbahnhof 1.562,– €. Wenn man noch ein öffentliches Verkehrsmittel in Linz selbst benötigt, beträgt der Preis dann samt Kernzonenaufschlag 1.798,– €. Selbst für scheinbar kurze Pendlerstrecken fallen bei den Betroffenen rasch Kosten von 1.000 Euro für ein Jahresticket an.

Mit dem von der neuen Bundesregierung paktierten 1-2-3-Klimaticket zu einem Preis von 365 Euro jährlich für ein ganzes Bundesland würde sich demnach die Situation der Öffi-NutzerInnen und insbesondere der Öffi-PendlerInnen nachhaltig verbessern. Fachleute warnen jedoch bereits davor, dass die Umsetzung aufgrund der vielschichtigen Strukturen im öffentlichen Verkehr eine große Herausforderung darstellt. Auch in Oberösterreich zeichnet eine Reihe unterschiedlicher Verkehrsdienstleister für die öffentlichen Verkehrsangebote verantwortlich. Diese organisatorischen Herausforderungen sollen seitens des Landes Oberösterreich rasch bewältigt werden, um den Weg zum 1-2-3-Klimaticket zu ebnen. Die Verhandlungen sind in zeitlicher Hinsicht dergestalt zu führen, dass allen Öffi-NutzerInnen in Oberösterreich spätestens zum Jahresbeginn 2021 ein 365-Euro-Ticket für sämtliche Angebote des öffentlichen Verkehrs in Oberösterreich zur Verfügung steht. Auch für berechtigte Bedürfnisse von Personengruppen wie das Salzburg-Pendeln von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich sollen geeignete Lösungen vorgesehen werden.

Weil der Preisunterschied von aktuellen Jahreskartentarifen in Oberösterreich zum 365-Euro-Ticket für ganz Oberösterreich so hoch ist, ist auch eine oberösterreichische Pilotphase von großer Bedeutung. Es ist absolut realistisch, dass die Umsteigequote auf den öffentlichen Verkehr aufgrund der starken Vergünstigung höher ausfällt als in anderen Bundesländern, die bereits über günstige Jahrestickets verfügen. Deshalb wird es auch notwendig sein, bei den Verkehrsangeboten nachzubessern, um die zusätzlichen Fahrgäste befördern zu können. Das Land Oberösterreich würde mit der Entscheidung eine 1-2-3-Pilotregion zu werden nur eine geringe finanzielle Belastung eingehen. Schließlich würde das Ticket auf Perspektive vom Bund finanziert werden, das Land Oberösterreich müsste maximal die Zwischenfinanzierung bis zur endgültigen Einführung durch die Bundesregierung tragen – primär sollten die Verantwortlichen der Landesregierung aber bei der Bundesregierung darauf drängen die notwendigen Mittel für die „Pilotregion Oberösterreich“ bereits mit 1.1.2021 zur Verfügung zu stellen. Der Nutzen für die Bevölkerung und die Umwelt wäre hoch. Deshalb treten die unterzeichneten Abgeordneten mit Nachdruck für die Einrichtung einer Pilotregion „Oberösterreich“ mit einem 1-2-3-Klimaticket ab dem 1.1.2021 ein.

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